Soest, 25.03.2025 – Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen in Soest fordert mehr Transparenz und eine stärkere Einbindung der Bürgerinnen und Bürger in die Planungen zur kommunalen Wärmeversorgung. In einem offenen Brief an Bürgermeister Dr. Eckhard Ruthemeyer macht die Fraktion deutlich, dass die Einführung der kalten Nahwärme im Neubaugebiet „Neuer Soester Norden“ nicht nur eine technische, sondern auch eine soziale und wirtschaftliche Herausforderung darstellt.
Bereits 2020 hat die GRÜNE Fraktion mit ihrem erfolgreichen Antrag zur Klimaneutralität in Soest bis 2030 eine klare Zielvorgabe für Stadtverwaltung und Politik gesetzt. Ein wesentlicher Baustein für dieses Ziel ist die Wärmewende, die mit der kommunalen Wärmeplanung auf den Weg gebracht wird.
„Die Stadt Soest ist hier auf einem guten Weg, der unsere volle Unterstützung findet“, betont für die Fraktion Werner Liedmann, Mitglied der Grünen im Stadtentwicklungsausschuss.
Dennoch zeigen die aktuellen Diskussionen um die kalte Nahwärme im "Neuen Soester Norden", dass es Unklarheiten und offene Fragen gibt. Ein von Anwohnerinnen und Anwohnern eingereichter Bürgerantrag weist auf mögliche Folgewirkungen der Energieversorgung hin, insbesondere in Bezug auf Kostensteigerungen und technische Vertragsänderungen. Diese Fragen betreffen nicht nur den Aufsichtsrat der Stadtwerke, sondern müssen auch auf politischer Ebene diskutiert werden.
„Die Bürgerinnen und Bürger haben ein Recht darauf, umfassend informiert zu werden. Transparenz ist notwendig, um Akzeptanz für die kommunale Wärmeplanung zu schaffen“, so Anne Richter, Fraktionsvorsitzende der Grünen. Sie fordert daher eine Offenlegung der Preispolitik der kalten Nahwärme sowie eine vergleichende Betrachtung ähnlicher Fernwärmeprojekte in anderen Städten. Nur so könne sichergestellt werden, dass die geplante Energieversorgung ökologisch, sozial und wirtschaftlich tragfähig ist.
Die GRÜNEN setzen sich dafür ein, dass der Rat der Stadt Soest aktiv in die weiteren Planungen eingebunden wird und sich für eine transparente Kommunikation mit den Bürgerinnen und Bürgern einsetzt. Ziel müsse es sein, Vertrauen zu schaffen und Vorurteile gegenüber neuen Technologien abzubauen.
„Eine nachhaltige Wärmeversorgung ist ein Schlüssel zur Klimaneutralität. Sie kann aber nur erfolgreich umgesetzt werden, wenn sie von der Bevölkerung mitgetragen wird“, so die GRÜNEN abschließend.
Hier der "offene Brief" an Bürgermeister Dr. Eckhard Ruthemeyer...