Mit einem Resolutionsantrag setzt sich die Ratsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen in Soest für den Erhalt und die Stärkung der Integrationskurse ein. Konkret fordert der Antrag, dass sich der Rat der Stadt Soest den Positionen der kommunalen Spitzenverbände anschließt und den Zulassungsstopp für freiwillige Teilnehmende an Integrationskursen zurückweist.
Hintergrund ist eine Entscheidung des Bundes, die dazu führt, dass künftig weniger Menschen Zugang zu Sprach- und Integrationsangeboten erhalten. Aus Sicht der Grünen ist das ein klarer Fehler: Integration beginnt mit Sprache – und findet vor Ort statt, in Städten wie Soest.
Der Antrag macht deutlich, worum es konkret geht:
- Integrationskurse müssen weiterhin offen zugänglich bleiben – auch für freiwillige Teilnehmende
- Das bewährte Zielniveau (mindestens B1) darf nicht abgesenkt werden
- Die Finanzierung der Kurse muss verlässlich und auskömmlich gesichert sein
Denn Integrationskurse sind weit mehr als Sprachunterricht. Sie sind Voraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe, für den Einstieg in Arbeit und für ein funktionierendes Zusammenleben. Werden Zugänge eingeschränkt, entstehen die Probleme nicht weniger – sie werden nur verlagert: in die Kommunen.
Die kommunalen Spitzenverbände warnen bereits vor konkreten Folgen: weniger Kursangebote, längere Wartezeiten und steigende Belastungen vor Ort. Gleichzeitig wird Integration verzögert – mit negativen Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt und die Fachkräftesicherung.
Mit der Resolution will die Soester Ratsfraktion ein klares Signal senden: Integration darf nicht ausgebremst werden. Wer hier kürzt, spart kurzfristig – zahlt aber langfristig drauf.
Den Resolutionsantrag im Original findet Ihr hier.