Kommunalwahl 2020

Unser Wahlprogramm:

Soest bewegen für das Klima - Umwelt erhalten, Energiewende schaffen

Die Folgen der Klimakatastrophe werden auch in Soest in zunehmendem Maße spürbar. Die immer häufiger auftretenden extremen Wetterlagen zeigen uns, wie wichtig der Klimaschutz und damit die Bewahrung der Schöpfung insgesamt ist. Den sich beschleunigenden Klimawandel betrachten wir als die größte Herausforderung der Menschheit in diesem Jahrzehnt.

Bis 2030 muss die Wende geschafft sein – sonst sind noch mehr Kipp-Punkte unseres Klimasystems erreicht und die globale Erwärmung wird unumkehrbar. Zur Wende gehört für uns die Fokussierung all unseres kommunalen Tuns auf Nachhaltigkeit, Klimaschutz und Umweltverträglichkeit. Den Klima- und Umweltschutz aus Kostengründen zu vernachlässigen, ist kurzsichtig und unverantwortlich. Wir wollen eine Aufbruchsstimmung für die Energiewende erreichen, damit diese breit mitgetragen wird.

In der GRÜNEN Zukunftsvision ist Soest eine Stadt, die von Gärten durchzogen ist, mit Bäumen die auf allen öffentlichen Plätzen gepflanzt sind. Mit einer Architektur, die sich darauf eingestellt hat, Möglichkeiten für Grünbewuchs auf den Dächern, an den Fassaden, auf Balkonen zu schaffen, die vielfältige Lebensräume für Pflanzen und Insekten bietet. Städtisches Leben findet wieder im öffentlichen Raum statt. Grüne Straßenräume laden durch attraktive Gestaltung zum Zufußgehen und Radfahren ein. Was früher Parkplätze waren, sind nun Bürger- und Nachbarschaftsgärten. In den Kellern der Häuser ist die fossile Wärmeversorgung Vergangenheit und wurde durch Wärmepumpen, Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen, Nahwärmenetze und Biomasseheizkraftwerke abgelöst. Gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern hat sich Soest durch die Errichtung von Windrädern, Biogas-und Solaranlagen im Stadtgebiet und auf den Dächern, auch der Altstadt, zu einer dezentralen, klimaneutralen und dabei sozialen Stadt der Zukunft entwickelt.

Konkret haben wir folgende Ideen, die in den kommenden Jahren für und in Soest umgesetzt werden sollen.

 Wir GRÜNEN in Soest wollen .....

  • den Beschluss des Rates der Stadt Soest „Soest bis 2030 klimaneutral" in aller Konsequenz bestmöglich umsetzen.
  • dass jede Investition der Stadt Soest auf Klimaauswirkungen überprüft wird und bei allen zukünftigen Entscheidungen die Klimarelevanz ermittelt, Alternativen geprüft und die klimaverträglichsten Maßnahmen bevorzugt werden.
  • stärker über den Klimawandel informieren und einen Jugendklimarat fördern, damit junge Menschen in Soest sich aktiv an den politischen Prozessen in der Stadt beteiligen können.
  • uns für eine zügige Erhöhung des Anteils der Erneuerbaren Energien am Strommix mit Priorität auf dem Kohleausstieg einsetzen. Die Projekte „Regionalstrom“ und der „Bau von Freiflächensolaranlagen mit Bürgerbeteiligung“ der Stadtwerke Soest im Stadtgebiet wird von den GRÜNEN unterstützt.
  • eine schnellstmögliche Überarbeitung der Altstadtsatzung, um in der Innenstadt den Bau von PV Anlagen zu erlauben.
  • das Repowering der Windenergieanlagen nicht nur in Müllingsen. ermöglichen und im Rahmen der Energiewende in Soest weitere Windrad-Standorte suchen. Vorrangig sollen diese im Rahmen von Bürger-Genossenschaften und in Zusammenarbeit mit den Stadtwerken Soest und Soester Unternehmen realisiert werden. Genossenschaftsmodelle erhöhen die Akzeptanz und halten neben der Gewerbesteuer die Kaufkraft im Ort.
  • den Ausbau von Energie und Wärmeversorgung auf erneuerbare Energien im Gebäudebestand der Stadt Soest forcieren.
  • dass die vorhandene Bausubstanz in Soest energieeffizient saniert wir Wir werden uns dafür einsetzen, dass die Erfahrungen und Maßnahmen aus dem integrierten energetischen Quartierskonzept „Wohnen mit Zukunft am Gotlandweg“ weiterentwickelt und als strategisches Instrument auch auf andere Wohngebiete in Soest angewandt wird.
  • dass bei der Planung von Neubauten und Neubaugebieten ökologische und klimatische Kriterien beachtet und in der Bauleitplanung Ökosiedlungen mit Passivhäusern realisiert werden. Natürlich unter der Nutzung von erneuerbaren Energiequellen, der Verwendung gesunder Baustoffe und einer Regenwassernutzung. Wir wollen eine Wärmewende in Soest einleiten und Abwasserwärmenutzungs- und Nahwärmekonzepte bei allen künftig zu entwickelnden Baugebieten im Eignungsfall umsetzen.
  • eine nachhaltige Siedlungsentwicklung, die den Prinzipien einer „Bestandsentwicklung vor Neubaumaßnahmen“ folgt. Statt des Neubaus auf der "grünen Wiese“ möchten wir GRÜNEN den Außenbereich schonen, indem wir auf verträgliche Weise alle Möglichkeiten zur Innenstadtentwicklung durch Flächenrecycling, Baulückenaktivierung, Aktivierung leerstehender ungenutzter Wohnflächen und flächenoptimierte Bauweisen ausschöpfen.
  • die vorhandenen Frischluftschneisen / Luftleitbahnen der Stadt Soest mit ihrem mikroklimatisch wirksamen Grün als grüne Lunge erhalten und schützen. Daher wenden wir uns entschieden gegen den geplanten Neubau einer Tennishalle am Hotel Susato, die inmitten der südlichen Frischluftschneise geplant ist.
  • eine ökologische Bewirtschaftung der von unserer Stadt verpachteten Flächen ohne Verwendung von Pflanzenschutzmitteln und Mineraldünger. Für die privaten Haushalte möchten wir einen Handlungsleitfaden, der eine natur- und insektenfreundliche Gestaltung von Privatgärten beispielhaft beschreibt.
  • uns dafür einsetzen, dass Vorgaben zur Dach- und Fassadenbegrünung in die Bebauungspläne aufgenommen und verbindlich vorgeschrieben werden. Extensiv gepflegte Grünflächen, Sträucher, begrünte Fassaden und Dächer tragen zur Biotopvernetzung und Verbesserung des Kleinklimas in der Altstadt bei und entlasten die Kanalisation vor allem bei Starkregen. Eine Dachbegrünung kann 40-99 % des jährlichen Niederschlags speichern und verdunsten. Sie trägt effizient zur Gebäudekühlung, Luftbefeuchtung und Feinstaubfilterung bei und bietet vielen Insekten einen Ersatzlebensraum.
  • Baumpflanzungen, Baumpflegeprogramme, Baumschutzmaßnahmen und Baumpaten unterstützen und vorantreiben.
  • ein bedarfsgerechtes und insektenfreundliches Beleuchtungskonzept umsetzen, um im Stadtgebiet die nächtlichen Ruheräume für Menschen, Tiere und Pflanzen zu bewahren.
  • die Abfallmenge pro Einwohner senken z.B. durch Vorgaben bei Stadtfesten oder durch die Förderung des verpackungsfreien Einkaufs gemeinsam mit dem Soester Einzelhandel. Unser Ziel ist es, dass alle Supermärkte in Soest die wichtigsten Lebensmittel auch unverpackt anbieten. Wir wollen eine ZeroWaste App als Einkaufsguide für verpackungsfreien Einkauf, mit einem soestweiten Pfandleihsystem für Kaffeebecher auf den Weg bringen.
  • dass neben dem Einzelhandel auch die Gastronomie, Second-Hand- und Fairtrade Läden, der Wertstoff und Nachhaltigkeitsgemeinschaften wie Tauschbörsen, das Repair-Cafè, Foodsharing, oder Mitmachgärten eingebunden werden.
  • dass ökologische, regionale und saisonale Produkte bei der Bewirtung in Schulen, Kitas, Kantinen und auf Märkten/Festen bevorzugt werden, um den Klimaschutz zu fördern. In Schulen und Kitas kann so wieder ein Bezug zur Herkunft des Essens vermittelt werden.
  • den Ausbau von regionalen Direktvermarktungssystemen für nachhaltige und regionale Landwirtschaft voranbringen.
  • das Angebot der kostenfreien und gut zugänglichen Trinkwasserbrunnen für alle Soester und Soesterinnen im gesamten Stadtgebiet um weitere Brunnen erweitern.
  • dass alle Bäche und Teiche bis 2027 möglichst naturnah sind. So bieten sie dem Menschen, den Pflanzen und Tieren, auch in Trockenzeiten einen Erholungs- und Lebensraum. Die Fließgewässer müssen mit einer naturnahen Ufergestaltung und ökologisch verträglichen Wasserführung den guten Zustand nach der EU-Wasserrahmenrichtlinie erreichen.
  • dass bei einem Ausfall der Trinkwasserversorgung eine unabhängige Notfallversorgung konzipiert und aufgebaut wird.
  • dass mit eine Gefahrenanalyse eine Starkregengefahrenkarte und damit eine Starkregenstrategie erarbeitet wird, um so unsere Stadt und ihre Bürger bei Starkregen und Sturm bestmöglich zu schützen.
  • eine Vermeidung von Schadstoffeinträgen bei Starkregenereignissen in Boden und Gewässern.
  • dass ab sofort alle sich bietenden Möglichkeiten innerhalb der Stadt genutzt werden, um Regenwasser zwischenzuspeichern. Die Schaffung von Regenzwischenspeichern und Festsetzung von Notwasserwegen und Grünflächen übernehmen dann kurzzeitig die zusätzliche Funktion als Rückhalteraum mit einer gezielten Mitbenutzung von Verkehrs- und Freiflächen oder eine Ableitung von Niederschlagswasser, beispielsweise bei einem Umbau und Nutzung der Gräfte.
  • uns für die Förderung privater Regenwasserzisternen einsetzen, um so wertvolles Trinkwasser zu sparen.

Gerne möchten wir Sie, die Bürger*innen animieren, uns Ihre Ideen mitzuteilen.  Bitte mailen Sie an zukunft@gruene-soest.de.

Soest bewegen - für eine GRÜNE Stadtentwicklung der Zukunft

GRÜNE Stadtentwicklung bedeutet vor allem eine nachhaltige und zukunftsorientierte Entwicklung die klima- und ressourcenschonend aber auch generationengerecht ist. Wohnraum wird immer knapper, Mieten und Immobilienpreise steigen. Da Wohnen jedoch wie Essen und Kleidung zu unseren Grundbedürfnissen gehört, wollen wir das nicht einfach hinnehmen. Wohnen muss wieder bezahlbar werden.

Naturnahe Grünflächen machen unsere Stadt nicht nur besonders lebenswert, sondern sind in Zeiten des Klimawandels zwingend notwendig. Wir werden dem Naturschutz daher die Präsenz geben, die ihm gebührt.

Unsere Vision ist eine lebens- und liebenswertes Soest, in dem nicht die Investoren die Richtung vorgeben. Wir wollen eine Stadt entwickeln, in der sich alle Bevölkerungsgruppen wohlfühlen und ihren Raum haben. Eine grüne Stadt, die auf erneuerbare Energien und Ökologie setzt.

Konkret haben wir folgende Ideen, die wir in den kommenden Jahren für und in Soest umsetzen möchten.

Wir GRÜNEN in Soest wollen...

  • dass die Grundlagen in der Stadtentwicklung in Zukunft vom Rat der Stadt Soest beschlossen werden. Dazu wird die Satzung der Wirtschaftsförderung angepasst und ihr damit die Zuständigkeit in Einzelprojekten genommen.
  • dass vorhandenen Frischluftschneisen/ Frischluftleitbahnen vor neuen Bauprojekten geschützt werden.
  • dass der Flächenverbrauch begrenzt wird und mit dem Prinzip „Drinnen vor draußen“ erst vorhandene Innenstadtflächen überplant werden.
  • dass der vorsorgliche Erwerb der Stadt Soest von Grundstücksflächen im Rahmen eines Bodenmanagements als Instrument gegen steigende Mieten eingesetzt wird.
  • dass eine bessere Nutzung von gewerblichen Gebäuden (Supermärkten etc.) durch Aufstockung geprüft wird. Bei dauerhaftem Leerstand von Gewerbe- und Büroflächen ist eine Umnutzung zu Wohnungen zu prüfen.
  • dass durch die Ausweisung von energetischen Sanierungsgebieten Bausubstanz ökologisch saniert werden kann.
  • dass Abrissanträge im Hausbestand in Soest geprüft werden, um Spekulationsgründe auszuschließen.
  • dass vorhandenes Baurecht auf unbebauten Baugrundstücken mit den Eigentümer*innen umgesetzt wird.
  • dass ein Demonstrationszentrum „Bauen“ realisiert wird.
  • dass bei allen städtischen Neubauten, in allen neuen Bebauungsplänen und bei allen Veräußerungen städtischer Grundstücke die Nutzung der Sonnenenergie und der Einsatz nachhaltiger Baustoffe verbindlich vorgeschrieben wird.
  • dass die Regenwasser-/Brauchwassernutzung vorgeschrieben und deren Umsetzung mit einem städtischen Förderprogramm unterstützt wird.

Soest bewegen um Wohnraum zu schaffen und Lebensqualität zu sichern

Wir GRÜNEN in Soest wollen ….

  • dass die Wohnungsbaugesellschaft zu einer Stadtentwicklungsgesellschaft weiterentwickelt wird und dabei auch der genossenschaftliche und soziale Wohnungsbau gefördert wird.
  • dass in Neubaugebieten mit unterschiedlichen Wohnformen für eine soziale Durchmischung der Wohnbebauung gesorgt wird. Möglich sind interkulturelle Wohnprojekte, Frauenwohnprojekte (Beginenhof), Demenz-Wohnkonzepte (Demenzdorf de Hogewey), Tiny-Houses und Mehrgenerationenwohnprojekte.
  • dass durch die Stadt Soest, mit ihrer Fachstelle Wohnen, eine moderierte Wohnungstauschbörse ältere und alleinstehende Personen beim Wohnungswechsel in kleinere Wohnungen unterstützt.
  • dass über den Verordnungsweg verhindert wird, dass preiswerte Mietwohnungen durch Abriss, Umwandlung und Zweckentfremdung vernichtet werden.

Soest bewegen um Zuhause zurück zu erobern – Begegnungszone / Ruhezonen / Begrünung

Wir GRÜNEN in Soest wollen …

  • dass mit der Erstellung eines Masterplanes zur Förderung von guten Fuß- und Radwegeverbindungen, das Ziel einer Stadt der kurzen Wege verfolgt wird. Der Soester Westen zwischen Oelmüllerweg und Ardey ist dazu zu überplanen.
  • dass in zukünftigen Bebauungs-Plan Verfahren grundsätzlich verkehrsfreie Zonen einzuplanen sind, in denen Stellplätze außerhalb des Wohngebietes vorzusehen sind und stattdessen Investitionen in Fuß- und Radverkehr, ÖPNV sowie Sharing-Angebote zur Pflicht gemacht werden. Versteinerte Vorgärten sind planerisch auszuschließen.
  • dass der Verkehrsraum der Straßen der Innenstadt zu Lasten der Parkplatzstreifen barrierefrei so umgestaltet wird, dass ein komfortabler Fahrradverkehr möglich ist und ein zusätzlicher Lebens- statt Parkraum durch den Wegfall von Parkflächen entsteht. Beispielhaft in der Jakobi- und Osthofenstraße, dem Grandweg und am Kohlbrink. Damit wird Platz gemacht für zusätzliche, attraktive Sitzmöglichkeiten mit mehr Grün in der Innenstadt.
  • dass bei der barrierefreien Neugestaltung des Marktplatzes und des Schweinemarktes die Realisierung von Wasserläufen (Quelle an der Schwanenapotheke) in den nächsten 5 Jahren mitgeplant werden. Öffentliche Trinkbrunnen sind planerisch vorzusehen.
  • dass langfristig die Renaturierung des Soestbaches bis zum Wall möglich wird.

Gerne möchten wir die Bürger*innen animieren uns Ihre Ideen mitzuteilen. Bitte mailen Sie an: zukunft@gruene-soest.de

Soest bewegen – Mobilität neu denken

In der GRÜNEN Vision von Soest setzen wir auf eine autofreie Innenstadt und werden das Radwegenetz und den ÖPNV entschlossen ausbauen, mit dem Ziel,  den Anteil des Radverkehrs  von heute 22% auf dann 31 %, den des Fußverkehrs  auf dann 20% und den ÖPNV-Anteil auf dann 6% in 2030 zu steigern. Die Soester sind multimodal unterwegs, dabei werden die Verkehrsmittel gemeinschaftlich genutzt. Da sich Leben und Arbeiten wieder vermischt, sind die zurückgelegten Wege nicht mehr so weit.

Für den beruflichen, aber auch privaten Einsatz dominieren elektrisch unterstützte Fahrräder, die auch Hanglagen gut erschließen. Die Fußgängerinfrastruktur ist gut und barrierefrei ausgebaut. Insbesondere Bahn, Bus, Fahrrad oder Fußwege sind intelligent miteinander verbunden. Straßen sind wieder Aufenthaltsorte, in denen PKWs geduldet werden, aber andere Parkraumkonzepte und gemeinsam benutzte Autos lassen die Anschaffung eines eigenen PKWs überflüssig erscheinen.

Wir haben Ideen für eine Verkehrskonzeption in Soest, die alle Formen des individuellen Verkehrs berücksichtigt. Fuß- und Fahrradwege, auf denen Menschen bequem und ohne Stolperfallen fahren, bzw. nebeneinander gehen können. Barrierefreiheit und sichere Wege im Straßenverkehr für alle Altersgruppen und mit Möglichkeiten, sich auch mal auszuruhen.

Konkret haben wir dazu folgende Ideen, die wir in den kommenden Jahren für und in Soest umsetzen möchten.

Wir GRÜNEN in Soest wollen…

  • soziale Verkehrsräume in der Stadt, in denen alle Verkehrsteilnehmer*Innen gleichberechtigt sind. Eine Neuaufteilung der Straßen zugunsten des Radverkehrs und der Fußgänger*innen.
  • Tempo 30 km/h als Regelgeschwindigkeit in der gesamten Stadt Soest.
  • eine autofreie Innenstadt.
  • uns für eine Mobilstation, die durch die Anmietung des Gebäudes hinter der Bushaltestelle am Hansaplatz/Sandwelle entstehen soll einsetzen. Mit mehr attraktiven und sicheren Fahrradparkplätze, Schließfächern und einer Ladestation für Elektrofahrräder.
  • die öffentlichen PKW-Parkplätze in der Innenstadt bei einem gleichzeitigen Ausbau von Park & Ride Systems mit einem E-Bus Shuttle verringern.
  • die Einrichtung von weiteren Fahrradstraßen in Soest (Grandweg, Thomästr., Osthofenstr.), Ausbau der Fahrradstraßen auch an Schulen/Kitas zur Sicherheit unserer Kinder (Hiddingser Weg).
  • die Freigabe von Einbahnstraßen für Fahrradfahrer*innen in beide Fahrtrichtungen.
  • Fußgänger- und fahrradfreundliche Ampelschaltungen, Bevorzugung der Radfahrer*innen/ Fußgänger*innen (z.B. Kreuzung Paderborner Landstraße, Höhe Blumen Risse).
  • uns für sichere Aufstellflächen für Radfahrer*innen in allen Kreuzungsbereichen einsezten.
  • die Markierung von Fahrradwegen mit durchgezeichneten Linien (Überfahrt verboten).
  • die Trennung von Fuß-und Radwegen; beispielsweise wird der Fußweg am Dasselwall durch die Rosengärten geführt, der Bürgersteig außerhalb des Rosengartens, wird zum Radweg.
  • mehr und sichere Querungsmöglichkeiten für Fußgänger- und Fahrradfahrer*innen.
  • das Abräumen aller sog. “Fahrradleichen” am Bahnhof in regelmäßigen Abstände.
  • ein Fahrradverleihsystem in der Stadt Soest wiederbeleben.
  • dass Mobilstationen mit einem E-Bus-Shuttle-Service, Mitfahrerparklätze und ein Fahrradverleih mitgedacht werden, sodass Fahrten ohne Umwege bequem mit anderen Verkehrsträgern kombiniert werden können und auch die Reisebusse nicht mehr in die Innenstadt fahren müssen.
  • von Anfang an in neuen Wohngebieten eine Reduzierung der Stellplätze durch Änderung der Stellplatzverordnung (autofreie Stadtquartiere) und nachhaltige Mobilität mit einem besonderen ÖPNV-Angebot in enger Taktung, sicherstellen. Für ein Carsharing-Angebot müssen Plätze vorgehalten werden.
  • die Förderung von sicheren und ebenerdigen Fahrradabstellplätzen auch in Mehrfamilienhäusern, damit der einfache Fahrradzugriff möglich ist.
  • dass das Einzelhandelskonzept der Stadt Soest lebenswerte Quartiere vorsieht, mit einer guten Nahversorgung, Ärztehäusern usw. als Schlüssel für eine „Einkaufstadt der kurzen Wege“.
  • dass durch kluge Mobilitätskonzepte für die Gewerbegebiete Parkplätze für den Individualverkehr überflüssig werden. Breite und sichere Radschnellwege verbinden die Wohnorte mit den Arbeitsplätzen und sind besonders für die Nutzung von E-Bikes attraktiv.
  • dass der Öffentliche Personen Nahverkehr durch Jobtickets und kostenfreie Tickets für Kinder, Jugendliche und Auszubildende gestärkt wird.
  • dass jeder Ortsteil in Soest von morgens fünf Uhr bis Mitternacht, an Wochenenden und bei Stadtfesten durch den flächendeckende Ausbau eines Rufbussystems öffentlich erreichbar ist. Eine ausreichende Stellfläche für Fahrräder, Rollstühle, Rollatoren, Kinderwagen sollte dabei mitgedacht werden.
  • die Chancen der Digitalisierung nutzen, um beispielsweise den ÖPNV mit nachfrageorientierten Angebote auszubauen und um auch Mitfahrinitiativen zu fördern.
  • eine sytemübergreifende Mobilitätsplattform, die beispielsweise über eine Smartphone-App nicht nur Fahrzeiten, sondern auch Preise und die Möglichkeit zur Buchung anbietet und sich dabei nicht nur auf den ÖPNV und Zugverbindungen beschränkt, sondern auch weitere Mobilitätsangebote wie Taxis, Fahrradverleihstationen und E-Ladesäulen vorsieht.
  • den umweltfreundlichen Wirtschaftsverkehr durch Lastenfahrräder und gebündelten Lieferverkehr unterstützen. Micro-Depots und eine stadtverträgliche Logistik dienen der Verkehrsvermeidung und der Verbesserung der Luftqualität.
  • dass bei einer Neuausschreibung der Fahrleistungen der RLG, die am ÖPNV beteiligten Subunternehmer zur Beschaffung von Elektro- oder Hybridbusse veranlasst werden.

Gerne möchte wir Sie als Bürger*in animieren, sich mit Ihren Ideen zu beteiligen. Dazu mailen Sie uns an: zukunft@gruene-soest.de.

Soest bewegen - Bürgerbeteiligung und Demokratie in einer offenen, toleranten, bunten und vielfältigen Stadt Soest

Seit 2014 hat der Rat der Stadt Soest auf Initiative von uns GRÜNEN einen Ausschuss für Bürgerbeteiligung etabliert. In einem langwierigen Prozess wurden Leitlinien für die Bürgerbeteiligung entwickelt. Auf dieser Basis sind Beteiligungsprozesse im Straßenbau und bei Projekten wie dem Wallentwicklungskonzept, dem Verkehrsentwicklungsplan und dem Haushaltsentwurf der Stadt initiiert worden. Seit Anfang 2019 gehen Schüler*innen, Eltern, Wissenschaftler*innen, engagierte Bürger*innen auf die Straße und demonstrieren für einen effektiven Klimaschutz! Initiativen wie FRIDAYDS FOR FUTURE oder Wall-Linden machen deutlich, dass diese Beteiligungsprozesse immer wieder zu erweitern, mit neuen Verfahren zu erproben und mit stetiger Informationspflicht zu versehen sind.

Die existenzielle Aufgabe, neue Prioritäten setzen zu müssen, wird nur gelingen, wenn sie von den Menschen in unserer Stadt gewünscht und mitgetragen wird. Dazu brauchen wir den offenen, wertschätzenden und ehrlichen Dialog. Eine Beteiligung aller Menschen und der Ausbau von Lebens- und Begegnungsorten stärken die Demokratie, das vielfältige friedliche Zusammenleben, die kulturelle Vielfalt und die urbane Lebensqualität in Soest. Wir GRÜNEN in Soest zeigen jedweder Form von Rassismus, Nationalismus und Ausgrenzung die rote Karte und sind froh über die engagierten Menschen, die sich dem konsequent entgegenstellen. Entschlossen und gewaltfrei setzen wir uns für eine offene, solidarische und emanzipierte Gesellschaft ein

In der GRÜNEN Vision für Soest ist Bürgerbeteiligung ein fester Bestandteil der kommunalen Planungsprozesse. Es ist ein politisches Klima entstanden, in dem man sich gegenseitig wertschätzt und zuhört, das auf Teamarbeit zum Wohle aller setzt und Transparenz, Bürgerbeteiligung und Interaktion zwischen den Bürger*innen, Politik und Verwaltung möglich macht.  In intensiven Beteiligungsprozessen wurde erprobt und gelernt, wie alle Menschen in Soest, unabhängig von ihrer Hautfarbe, Herkunft, ihrem Geschlecht oder Geldbeutels in Beratungs- und Beteiligungsprozessen des Stadtlebens mit einbezogen werden können.

Die Etablierung eines Bürgerrats und der Stadtteilforen in Soest, die sowohl internetgestützt als auch in Stadtteilkonferenzen und Workshops stattfinden und Kritik, Anregungen und Forderungen direkt aufgreifen, stehen für eine gelebte Bürgerbeteiligung. Eine Beteiligung, die allen Bürger*innen Möglichkeiten bieten, Beschlüsse auf Enkeltauglichkeit und globale Fairness zu überprüfen und nachhaltige Wege vorzuschlagen und aktiv an der Planung der Einnahmen und Ausgaben des kommunalen Haushalts mitzuwirken. Wir leben in einer Stadt, in der unterschiedliche, engagierte Menschen sich ehrenamtlich für ein gutes Miteinander einsetzen. In einer Stadt, die gleichermaßen für Geschichte und Zukunft steht, in der es kein Besser oder Schlechter gibt, in der alle Menschen sich gut aufgehoben und respektiert fühlen, unabhängig von ihrer ethnischen Zugehörigkeit oder Religion und wo sich Grenzen auflösen und Gemeinsamkeiten im Mittelpunkt stehen.

Konkret haben wir folgende Ideen, die wir in den kommenden Jahren für und in Soest umsetzen möchten:

Wir GRÜNEN in Soest wollen....

  • gemeinsam mit der Bürgerschaft diskutieren, wie Soest in Zukunft aussehen soll und neue Formen der Bürgerbeteiligung, auf den Weg bringen. Möglichkeiten der Bürgerbeteiligung wurden immer wieder durch Einzelveranstaltungen, Stadtteilkonferenzen, Bürgerinformationen zu verschiedenen Stadtprojekten, das Fahrgastforum der Stadtwerke, das neu umgesetzte Jugendforum angeboten. Bürgerbeteiligung heißt aber auch, dass Diskussionen im Anschluss auch Wirkung entfalten. Wir benötigen Projekte mit längerfristiger Bürgerbeteiligung, die den politischen Prozess von der Idee über den Antragsentwurf bis hin zur Umsetzung in der Kommunalpolitik begleiten, sodass Politik von Bürger*innen aktiv mitgestaltet werden kann. Ein themen-/projektbezogener Bürgerrat, besetzt mit bewusst zufällig ausgesuchten Einwohner*innen der Stadt ab 16 Jahren aus allen Gesellschaftsschichten und Kulturen, soll sich als unparteiisches Sprachrohr mit den verschiedenen Anliegen auseinandersetzen und dem Rat der Stadt eine Empfehlung geben. Der Rat muss sich dann mit den Empfehlungen zwingend befassen und erst dann endgültig entscheiden.
  • uns dafür einsetzen, dass die Arbeit von Bürgerinitiativen stärker respektierend und würdigend wahrgenommen wird und der Sachverstand der Bürgerinnen und Bürger durch deren Mitwirkung in den städtischen Ausschüssen stärker genutzt wird.
  • dass die Bürger*innen in der „digitalen Modellkommune“ Soest unter den Aspekten politischer Kultur, Transparenz und Bürgerbeteiligung über eine interaktive Online-Beteiligungsplattform zeitnah sämtliche kommunalen Vorgänge, Planungen und Bearbeitungsprozesse aller Anträge nachvollziehbar einsehen können. Diese Plattform soll insbesondere die Möglichkeit bieten, Hinweise, Stellungnahmen und online Bewertungen zu laufenden Verfahren abzugeben, eine Liveübertragung und die digitale Verfügbarkeit der politischen Gremienarbeit gewährleisten und eine digitale Ideenwerkstatt für alle Stadtviertel beinhalten.
  • das "Leitbild zur Integration" in Soest weiter mit Leben füllen, dass Menschen mit Behinderung oder Migrationshintergrund eine echte Beteiligungsmöglichkeit erfahren und technische Hilfen wie Brailleschrift oder Gehörlosendolmetscher selbstverständlich vorhanden sind, ebenso wie ein barrierefreies digitales Bürgerbüro. Informationen in einfacher Sprache erlauben vielen Menschen eine echte Partizipation. Soester Bürger*innen aller Altersklassen, Menschen mit oder ohne Behinderung, deutsche Angehörige oder EU-Bürger*innen und Migrant*innen werden angesprochen und sollen sich beteiligen und Teilhabe erfahren.
  • in Soest eine vielfältige Beteiligungskultur für Kinder und Jugendliche etablieren. Die Forderungen junger und engagierter Menschen zum Thema Klimaschutz sollen realisiert werden, damit möglich schnell zukünftige junge Soester*innen in einer klimaneutralen Stadt aufwachsen und ihnen dadurch eine echte Teilhabe garantiert wird. Dazu sollen auch bestehende Netzwerke weiter ausgebaut werden und Initiativen eine beratende Stimme in Ausschüssen erhalten. So setzen wir uns dafür ein, das Jugendforum weiter auszubauen, damit junge Menschen die Möglichkeit bekommen, demokratische Abläufe zu verstehen und zu erleben. Das Jugendforum soll ein eigenes Budget erhalten und ein Antragsrecht im Stadtrat erhalten, um so eine Beteiligung zu ermöglichen. Wir werden uns auch dafür einsetzen, dass Jugendliche auch über den Schülerrat in Ausschüssen wie dem Schulbeirat ein Antragsrecht erhalten.
  • auch im wirtschaftlichen Bereich Bürgerbeteiligung weiterentwickeln und die Möglichkeit einer finanziellen Beteiligung von Bürger*innen bei Windrädern, Photovoltaik-Anlagen und Solaranlagen unterstützen.
  • eine Vereinfachung von Bürgerentscheiden in Soest und den Erlass einer Satzung zur Durchführung von Bürgerbegehren initiieren.
  • Genossenschaften fördern, die neue Formen des gemeinsamen Wohnens und Arbeitens entwickeln, die so unsere Stadtentwicklung bereichern.
  • in unserer Stadt die Idee der Inklusion umfassender verwirklichen und die bestehenden Beteiligungsmöglichkeiten in denen Menschen Freizeit gemeinsam gestalten, z.B. den zahlreichen Vereinen, Projekten wie dem "Runden Tisch Flüchtlinge" oder dem "Latschen und Tratschen“. Die Zusammenarbeit von Kitas und Schulen mit Seniorenheimen weiter untereinander vernetzen. Bürgerliches Engagement und Ehrenamt muss über ein professionelles Freiwilligenmanagement kommunalpolitisch unterstützt werden.
  • die Vernetzung der ehrenamtlichen Strukturen mit einer interaktiven App als Austauschplattform für ehrenamtliches Engagement unterstützen. Dabei soll das Ehrenamt nicht städtische Aufgaben ersetzen, sondern es geht um ein Miteinander von Stadt und Ehrenamt zum Vorteil aller Bürger*innen in Soest.
  • Bürger*innen motivieren, sich in konkreten Projekten zu engagieren, beispielsweise in verschiedenen Formen des gemeinschaftlich organisierten Wohnens für jüngere oder ältere Menschen, als Spielplatzpate, bei der Anlage von Gemeinschaftsgärten („Urban Gardening“) oder der Pflege von Grünanlagen.

Um auch dem Engagement von aktiven Senior*innen zugunsten unseres Miteinanders in Soest Raum zu geben, möchten wir für Projekte wie dem "Großeltern-Service {Leih-Oma/Leih-OPA)", "Radeln im Alter" (Rikscha-Service) werben. Dies gilt insbesondere für Vorhaben, die sich für einen nachhaltigen Umgang mit Ressourcen wie Kleidertausch, Reparaturcafés, Upcycling-Werkstätten, Kreislaufwirtschaft und Umweltverträglichkeit einsetzen.

  • das Bündnis mit allen demokratischen Parteien suchen, um gemeinsam entschieden und mit aller Kraft jeder Form von Fremdenfeindlichkeit, Diskriminierung, Antisemitismus, Rechtspopulismus und Europafeindlichkeit in unserer Gesellschaft entgegenzutreten. Wir finden es wichtig, dass die deutsche Vergangenheit in einer lebendigen Erinnerungskultur präsent bleibt. Das geht nur mit klaren Inhalten und Maßnahmen und mit der Förderung einer Kultur des Hinschauens und einem dauerhaften und starken Bekenntnis zu den vielfältigen kulturellen Einrichtungen und Initiativen in Soest, wie den Musikschulen, dem Bürgerzentrum, dem Museum Wilhelm Morgner, der Hugo Kükelhaus Gesellschaft oder der „Geschichtswerkstatt Französische Kapelle“. Respekt und Toleranz auf allen Ebenen sind Bedingungen für echte Demokratie. Rassismus, Homophobie und Antisemitismus finden im Web kaum zu kontrollierende Foren. Dazu möchten wir das “Städtebündnis gegen Rassismus stärken” dem die Stadt Soest bereits 2013 auf Antrag der GRÜNEN beigetreten ist. Wir möchten in Prävention investieren und eine stärkere Vermittlung von Medienkompetenz als einen wichtigen Baustein im Kampf gegen extremistische Ideologien fördern.

Wenn Sie sich von unseren politischen Ideen angesprochen fühlen und sie mit eigenen Vorschlägen erweitern wollen, mailen Sie an zukunft@gruene-soest.de.

Soest bewegen – mit einer lokalen Wirtschaft, die sich nachhaltig neu erfindet

Kleine und mittelständige Unternehmen und das Handwerk bilden das Rückgrat der Soester Wirtschaft.

Zusammen mit einer wachsenden Tourismusbranche ist in Soest ein Standort entstanden, an dem der prognostizierte demografische Wandel vorbei zu gehen scheint.

Aufgrund der fortschreitenden Klimaveränderungen, des digitalen Wandels und der aktuellen Corona-Pandemie bedeutet das jedoch für das neue Jahrzehnt, sich den Herausforderungen zu stellen und sich neu zu erfinden. In den 2020ern wird Deutschlands Wirtschaft den Weg zur Klimaneutralität einschlagen. Das ist die Garantie für den Industriestandort Deutschland und für einen attraktiven Wirtschaftsstandort Soest. Es gilt hier Chancen zu nutzen, Innovationen einzusetzen, Prozesse neu zu betrachten und zu bewerten. Es gibt bereits viele Unternehmen in Soest, die wissen: Ein Technologievorsprung, etwa bei Speichertechnologien, Leitungstechnik, Mobilität und Energieeffizienz, ist nicht nur gut für das Klima, sondern auch zentral für einen wirtschaftlichen Erfolg und nachhaltige Arbeitsplätze.

Unsere Vision für Soest: Die Wirtschaft in Soest hat sich grundlegend verändert. An Stelle von Wachstum stehen Umwelt- und Klimaschutz, ökosoziale Aspekte, sparsamer Umgang mit Ressourcen und die Wiederverwertbarkeit fast aller Produkte im Vordergrund. Gewerbegebiete sind nachhaltig gestaltet. Geschlossene Wertstoff- bzw. Energiekreisläufe führten zu einer deutlichen Reduktion des Ressourcenverbrauchs. Vor Ort sind stationärer und Online-Handel gut kombiniert und es gibt eine starke Vernetzung von lokalem Handel, Handwerk, Industrie, Dienstleistungen und Freizeitangeboten. Das Einkaufserlebnis in Soest hat ein hohes Niveau und die Innenstadt ist belebt. Die Soester Bürgerinnen und Bürger haben durch ihren veränderten Wirtschafts- und Lebensstil einen Beitrag dazu geleistet, die nachhaltige Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft erfolgreich zu verwirklichen, so dass Nutzen und Bedürfnisse der Menschen in deren Zentrum gerückt sind.

Ob es gelingt, Soest in den nächsten Jahrzehnten vollständig klimaneutral zu entwickeln, hängt maßgeblich davon ab, ob wir bereit sind, neue Ideen zu entwickeln, Synergien zu nutzen, Kooperationen neu zu denken und gemeinsam zu handeln. Wir wollen dafür die kommunalpolitischen Voraussetzungen schaffen.

Konkret haben wir folgende Ideen, die in den kommenden Jahren für und in Soest umgesetzt werden sollen.

Wir GRÜNEN in Soest wollen …

  • im Rahmen der „digitalen Modellkommune“ eine verlässliche Anbindung unserer Gewerbegebiete an das Breitbandnetz.
  • Ideen und Planungen für eine weniger flächenverbrauchende Gewerbeansiedlung voranbringen und bestehende Gewerbegebiete durch qualitativen Umbau stärken, Flächenverschwendung verhindern, und Mehrfachnutzungen durch Überlagerungen von Gewerbe, Wohnungsbau, ökologischer Aufwertung fördern. So können zum Beispiel über eingeschossigen Supermärkten Wohnraum entstehen, Dächer und Fassaden verstärkt begrünt werden, Parkflächen etwa zur Energiegewinnung oder als Biotopflächen mehrfach genutzt oder in die Höhe gebaut werden.
  • eine kostenlose Energieberatung anbieten und mittels eines Klimafonds Energiesparmaßnahmen fördern, etwa bei der Umrüstung des Fuhrparks. Die Soester Gewerbestandorte sind die idealen Standorte für alternative Energiegewinnung – ein Wirtschaftsbereich mit Zukunft.
  • ein kreatives und verlässliches Netzwerk der Zusammenarbeit von Mittelstand, Handwerk und Gewerbe, den Industrieunternehmen, der Fachhochschule und anderen Bildungsträgern unterstützen. Hier sollte auch die städtische Wirtschaftsförderungsgesellschaft eine vermittelnde Rolle spielen.
  • auf eine stärkere Aufnahme ökologischer und sozialer Kriterien in städtische Ausschreibungen drängen, um das Soester Handwerk bei seinen Bemühungen zur sozial-ökologischen Transformation zu unterstützen. Die Entwicklung und Umsetzung neuer, zukunftsfähiger Verfahren, Produkte und Dienstleistungen, die sich an den Grundsätzen der Nachhaltigkeit orientieren, wollen wir fördern.
  • uns dafür einsetzten, dass die Wirtschaftsförderung gemeinsam mit den anderen Kommunen im Kreis Soest leistungsfähige Kompetenznetzwerke aufbaut, wie z.B. im Bereich Gesundheit, Energie und Bauen, um die Grundlage für ein nachhaltiges Wachstum und mehr Beschäftigung zu schaffen.
  • uns durch schlankere und transparente Prozesse, eine verbesserte Kooperation und konsequente Digitalisierung für eine Vereinfachung und Beschleunigung von Verwaltungsabläufen und Genehmigungsverfahren einsetzen.
  • durch sichere Wegführungen zum Arbeitsplatz und die Vernetzung von ÖPNV mit einem intelligenten Mitfahrkonzept und/oder einen Mitarbeiterfuhrpark für Gruppenfahrten eine attraktive Alternative zum eigenen Auto schaffen.
  • an der heutigen „Mobilitätsrevolution“ arbeiten und gemeinsam mit allen Beteiligten neue Konzepte erarbeiten.  Lokale Mobilität muss neu gedacht werden – 1979 war der Entschluss, in der Soester Innenstadt eine Fußgängerzone einzurichten eine „Revolution“.
  • die Vernetzung der Einzelhändler*innen stärken und durch neue Konzepte dafür sorgen, dass unsere lebendige Altstadt mit ihren attraktiven kleinen Läden erhalten bleibt. Der Einzelhandel ist durch steigende Mieten, aggressive Preispolitik von Großhändlern und durch Online-Anbieter gefährdet.
  • regionales Wirtschaften und Vermarktungsstrukturen stärken, denn gut ist, was Wertschöpfung in Soest garantiert. Bei städtischen Großveranstaltungen soll ein nachhaltiges Gastronomieangebot mit regionalen Produkten integriert und Mehrweg selbstverständlich werden.
  • gemeinsam mit dem Soester Einzelhandel ein verpackungsfreies Einkaufen fördern. Unser Ziel ist es, dass alle Supermärkte die wichtigsten Lebensmittel auch unverpackt anbieten. Wir wollen eine ZeroWaste App als Einkaufshilfe für verpackungsfreien Einkauf, mit einem soestweiten Pfandleihsystem für Kaffeebecher und Pfandgläser auf den Weg bringen. Neben dem Einzelhandel sollen auch eine nachhaltige Gastronomie, Second-Hand- und Fairtrade Läden, der Wertstoffhof und das Repair-Cafè eingebunden werden. Dieses Angebot entspricht der immer größeren Nachfrage nach verpackungsfreien und nachhaltigen Produkten und erhöht so ganz nebenbei die Kundenbindung.

Gerne möchten wir auch Sie, die Bürger*innen animieren, uns Ihre Ideen dazu mitzuteilen. Bitte mailen Sie an zukunft@gruene-soest.de.

Soest bewegen - für eine GRÜNE Landwirtschaft und gutes Essen

Eine vielfältige, bäuerliche Landwirtschaft ist die Grundlage unserer Ernährung. Lebendige Dörfer und gesunde Wirtschafts- und Sozialstrukturen im ländlichen Raum bilden die Basis für den Erhalt vielfältiger Produkt-, Pflanzen und Tierarten, widerstandsfähiger Ökosysteme und für regionale Versorgungssicherheit. Regionalisierung statt Globalisierung die Versorgung auf kurzem Weg ist die beste Vorsorge für Krisenzeiten! Landwirtschaft und Naturschutz gehören zusammen und können nur im partnerschaftlichen Miteinander Zukunftsmodelle erarbeiten und umsetzen.  Wir GRÜNE wollen die Situation vor Ort für Landwirte und Verbraucher gleichermaßen verbessern. Es gilt, eine neue Verbindung zwischen Stadt und Land zu schaffen.

Unsere Vision ist eine Agrarpolitik, die die bäuerlichen Strukturen in der Soester Börde mit ihrer Jahrhunderte alten Geschichte und großen Tradition stützt und eine nachhaltige Versorgung aller Soester*innen mit Nahrungsmitteln in kurzen Lieferketten sicherstellt. Eine Landwirtschaft, die für alle ihre Leistungen und Produkte mit angemessenen Preisen honoriert wird. Eine Landwirtschaft, die mit der Natur arbeitet, eine Schlüsselfunktion im Klimaschutz übernimmt und die Artenvielfalt erhält.

Wir sehen eine große Verantwortung für dieses Ziel, beim Verbraucher und seiner Bereitschaft faire Preise für gesunde Lebensmittel aus der Region zu bezahlen. Im partnerschaftlichen Miteinander wird die Wende gelingen.

Konkret haben wir folgende Ideen, die wir in den kommenden Jahren für und in Soest umsetzen möchten.

WIR GRÜNEN wollen ....

  • einen dauerhaften, regionalen „Runden Tisch“ mit Landwirten, Naturschutzverbänden und Kommunal-Politikern installieren. Dieser Schulterschluss von Landwirtschaft, Naturschutz und Politik dient dem Erhalt unserer Kulturlandschaft, dem Natur- und Artenschutz und schafft zusätzliche, nachhaltige Verdienstmöglichkeiten für unsere Landwirt*innen.
  • die Umstellung auf ökologischen Landbau stärker unterstützen und uns dafür einsetzen, dass die Stadt Soest dem Netzwerk deutscher Biostädte (Bio-Kommunen) beitritt, einem Zusammenschluss von Kommunen, die die ökologische Landwirtschaft und das Bio-Lebensmittelangebot vor Ort fördern.
  • Landwirt*innen bei der Umstellung auf eine Direktvermarktung unterstützen und alternative Hofkonzepte wie die solidarische Landwirtschaft in die Diskussion vor Ort bringen.
  • uns für die Schaffung und Erhaltung von Biotopverbundsystemen einsetzen. Der Flächenverbrauch für Siedlungs-, Agrar- und Verkehrszwecke zerschneidet zusammenhängende naturnahe Lebensräume. Die Vernetzung von Lebensräumen (Biotopverbundsysteme) sind von besonderer Bedeutung für eine nachhaltige Sicherung heimischer Flora und Fauna.
  • dass beim Vermessen von städtischen Feldwege und Entwässerungsgräben, Naturraum zurückgewonnen wird und mit extensiven Pflegeprogrammen gefördert werden.
  • dass auf den von der Stadt Soest verpachteten Flächen, das Gebot einer ökologisch ausgerichteten Bewirtschaftung in die Pachtverträge aufgenommen wird.
  • uns für eine artgerechte Haltung von Nutztieren einsetzen.
  • die Soester Bürger*innen sensibilisieren über den Zusammenhang von Ernährungsverhalten und Klimaerwärmung.
  • Initiativen, die für eine höhere Wertschätzung von Lebensmitteln, weniger Fleischkonsum, ökologischen Landbau und regionale Versorgungsstrukturen eintreten, unterstützen, insbesondere Stadt- und Schulgärten, Food Sharing und Projekte, die ungenutzte Orte als Bürger-/Nachbarschaftsgärten gestalten (Urbane Landwirtschaft, Permakultursysteme).
  • dass keine Lebensmittel weggeworfen werden und weniger Verpackungsmüll entsteht.
  • Produkte aus nachhaltiger und regionaler Landwirtschaft beim Catering in Schulen, Kitas, Kantinen und auf Märkten/Festen bevorzugen, um damit auch den regionalen Absatzmarkt für diese Produkte zu erweitern. Um vegetarische und vegane Kost erlebbar zu machen, unterstützen wir die Idee eines fleischfreien Veggie-Tages in öffentlichen Kantinen und Einrichtungen.
  • ein „House of Food“ aufbauen, das als Kompetenzzentrum für nachhaltige Ernährung Wissen für Großküchen, Kantinen, Caterer und interessierte Bürger*innen weitergibt, z.B. zum saisonalen Kochen, zum Einsatz von Bioprodukten, zu Alternativen zu Fleisch oder zur optimalen Lagerung und Verwertung von Nahrungsmitteln.

Gerne möchten wir mit den Bürger*innen Anregungen und Ideen zu unserem Wahlprogramm diskutieren. Bitte mailen Sie an: zukunft@gruene-soest.de.

 

Soest bewegen – Digitalisierung verantwortlich umsetzen!

Die Digitalisierung durchdringt und verändert nahezu jeden Aspekt unseres Lebens. Der digitale Wandel bringt große Fortschritte und die Hoffnung auf die Lösung vieler Probleme. Wir kommunizieren via APP, wir arbeiten „im“ Internet und stehen via Smartphone mit der ganzen Welt im Austausch.

Soest ist eine von fünf „digitalen Modellkommunen“ in NRW. Daraus erwächst, aus unserer Sicht auch eine besondere politische kommunale Verantwortung. Den digitalen Wandel gestalten heißt auch, Risiken zu erkennen und dafür zu sorgen, dass im Zuge der Digitalisierung die Errungenschaften einer solidarischen und freiheitlichen Gesellschaft nicht aufgegeben werden. In der digitalen Welt müssen wir für Freiheit, Gerechtigkeit, Nachhaltigkeit und Demokratie und gegen Hass, Hetze und Gewalt genauso streiten wie in der analogen wobei in unseren Augen, das Recht auf digitale Selbstbestimmung, ein strikter Daten- und Verbraucherschutz, beste IT-Sicherheit, echte Chancengleichheit und Barrierefreiheit essentiell für eine lebenswerte digitale Soester Gesellschaft sind.

Unsere Vision ist Soest als nachhaltige Stadt, die mit Hilfe der Digitalisierung die 17 Nachhaltigkeitsziele wie Resilienz, Klimaschutz und Umweltschutz erreicht hat. Eine Stadt, in der alle Menschen in sozialer, ökologischer und ökonomischer Hinsicht eine gerechte Chance auf eine gesicherte Zukunft haben, mit neuen Formen der Mobilität, einer “online-basierten” Bürgerbeteiligung, einer dezentralen intelligent gesteuerten Energieversorgung, einer Gesundheitsversorgung der Zukunft und einem Bildungssystem mit digitalen Lernorten und innovativen, individuellen Lernkonzepten.

Konkret haben wir folgende Ideen, die wir in den kommenden Jahren für und in Soest umsetzen möchten.

Wir GRÜNEN wollen ....

  • die Digitalisierung in Soest politisch und gesellschaftlich aktiv gestalten und neben dem „Stadtlabor“ in einem offenen Bürgerdialog die Themen bestimmen, die in unserem Alltag mit dem Thema „Digitalisierung“ in Verbindung stehen, um allen Bürger*innen in Soest einen Vorteil zu bringen. Digitalisierung und Klimaschutz stärker zusammen denken.
  • den zügigen Auf- und Ausbau einer transparenten, barrierefreien und bürgernahen digitalen Stadtverwaltung unterstützen und mit Hilfe der Digitalisierung den Service für Bürger*innen verbessern, z.B. Behördengänge vereinfachen, Terminvergaben online abwickeln, bis hin zum digitalen Bürgerbüro. Dabei ist es uns wichtig, dass auch in Zukunft ein Mix an digitalen und persönlichen Zugangskanälen möglich ist. Gerade für Bürgerinnen und Bürger kommt es auf die kluge Kombination an.
  • dass unter den Aspekten von Transparenz, Bürgerbeteiligung und einer modernen politischen Kultur und Arbeit in einer „digitalen Modellkommune“, die digitale Verfügbarkeit der Ratssitzungen als Live-Stream gewährleistet wird.
  • Über eine Online-Beteiligungsplattform sollen zukünftig die Bearbeitungsprozesse aller Anträge nachvollziehbar, digital einsehbar und eine interaktive Bürgerbeteiligung in der kommunalen Haushaltsplanung sowie der Stadtplanung und Stadtentwicklung möglich sein.
  • eine interaktive App als Austauschplattform für ehrenamtliches Engagement für die Stadt Soest etablieren. Das Leben in unserer Stadt wird geprägt vom vielfältigen Engagement der Bürgerinnen und Bürger in vielen Bereichen wie Integration, Umwelt, Kultur, Sport und vielen weiteren. Bürgerliches Engagement und Ehrenamt wollen wir weiterhin kommunalpolitisch würdigen und fördern durch eine bessere Vernetzung der ehrenamtlichen Strukturen.
  • uns mit Hilfe der fortlaufenden erfassten meteorologischen Daten aus dem Projekt „Bürger-Wolke“, im Rahmen der Fortsetzung des Klimaschutz- und Klimaanpassungskonzepts, für die Entwicklung eines zukunftsfähigen und leistungsstarken Stadtklimamodells einsetzen. Dieses Modell liefert wichtige Basisinformationen für die Stadtplanung und soll als Entscheidungshilfe und Steuerung, Optimierung und Evaluierung für eine klimagerechte Stadtentwicklung dienen.
  • ein offenes, leistungsfähiges und kostenfreies WLAN/Freifunk Netz in Soest für alle. Schnelles Internet ist Teil der Daseinsvorsorge und Voraussetzung für die Teilhabe in der digitalen Gesellschaft. Eine zukunftsfähige und nachhaltige Breitbandversorgung soll überall in Soest verfügbar sein. Eine Breitbandanbindung der Soester Wirtschaft ist für uns genauso wichtig wie die Frage, wie in der Wirtschaft durch die Digitalisierung Synergien genutzt werden können, um Ressourcen zu sparen.
  • die Umsetzung des Medienentwicklungsplan für die Schulen unterstützen, um das Thema „Digitalisierung“ auch in der Bildung schneller voranzubringen. Das setzt eine zeitgemäße technische Infrastruktur und Ausstattung für Schüler und Lehrkräfte in den Schulen voraus, die regelmäßig gewartet und angepasst werden muss. Wir setzen uns dafür ein, dass geeignetes Personal zur Verfügung gestellt wird, das sich um die Systeme und ihr reibungsloses Funktionieren kümmert. Darüber hinaus sollen die Lehrerinnen und Lehrer im Umgang mit digitalen Medien ausgebildet und im Schulalltag unterstützt werden.
  • die Chancen der Digitalisierung dazu nutzen, um den ÖPNV über die Kreisgrenzen hinaus in Kooperation mit Bad Sassendorf, Welver, Werl und Möhnesee mit nachfrageorientierten Angeboten auszubauen. Wir wollen die Entwicklung einer Mobilitäts-App voranbringen, so dass Mobilität über alle Fortbewegungsmittel (z. B. Auto, ÖPNV, E-Bikes, Car- und Ride Sharing, Ruftaxen) hinweg geplant, gebucht und bezahlbar ist.
  • eine ZeroWaste App die als Einkaufsguide einen verpackungsfreien und nachhaltigen Einkauf möglich macht und mit einem soestweiten Pfandsystem verknüpft ist. Neben den Geschäften sollen auch Hinweise auf eine nachhaltige Gastronomie, Second-Hand- und Fairtrade Läden und dem Repair Cafè eingebunden werden.

Wir möchten die Bürger*innen anregen, uns Ihre Ideen mitzuteilen. Bitte mailen Sie uns an zukunft@gruene-soest.de.

Soest bewegen - Bildung für Alle

Bildung bedeutet für uns GRÜNEN vor allem eins: Teilhaben an unserer Gesellschaft. Deshalb beginnt Bildung für uns schon mit der Geburt. Von Anfang an steht für uns das einzelne Kind mit seinen Bedürfnissen im Mittelpunkt. Das ist auch der Leitsatz unserer Schulpolitik. Wir setzen darauf, dass Kinder und Jugendliche länger gemeinsam lernen und jedes Kind seine Talente entfalten kann – im eigenen Tempo. Nach dem Schulabschluss brauchen dann alle Jugendlichen eine Perspektive – mit mehr Ausbildungsplätzen und einem gebührenfreien Studium. Denn für uns GRÜNE gilt: Es muss egal sein, wo ein Kind herkommt. Entscheidend ist, wo es hin will.

In Soest gibt es zahlreiche Bildungsangebote und -einrichtungen. Wir schätzen sowohl die zahlreichen und vielfältigen Schulangebote, wie auch die Angebote der VHS und der Kinder- und Jugendarbeit. Sie werden ergänzt durch die Sportangebote der Vereine, die (multi-)kulturellen Angebote und die Aktivitäten der Kirchengemeinden.

Dennoch kann mehr getan werden!

Konkret haben wir GRÜNEN folgende Ideen, die wir in den kommenden Jahren für und in Soest umsetzen wollen.

Schulen

Schule ist für uns GRÜNE mehr als nur die Vorbereitung auf einen Beruf oder ein Studium. Sie ist Lern- und Lebensraum. Das eigene Leben in die Hand nehmen, andere respektieren und gemeinsam arbeiten – um das zu lernen, brauchen Kinder und Jugendliche Zeit. Deshalb wollen wir mehr Ganztagsschulen und setzen auf längeres gemeinsames Lernen. Das schulische Angebot der Stadt muss der veränderten Bevölkerungsstruktur und den sich ändernden Bedürfnissen entsprechend angepasst werden. Kein Schüler, keine Schülerin darf in Soester Schulen abgewiesen werden, sondern die Schulen müssen differenziert unterrichten.

  • Schulen müssen attraktive Lernorte für Schülerinnen und Schüler sein, an denen sie sich gern aufhalten. Ästhetische Gestaltung und Sauberkeit, Räume für Mittagsverpflegung, für Pausen, Stillarbeit oder Neigungsgruppen sind zu realisieren. Der beschlossene Schulentwicklungsplan ist konsequent und zügig umzusetzen.
  • Schulen müssen zudem attraktive Arbeitsorte für alle pädagogischen Fachkräfte sein, damit sie auch in Zukunft an unseren Schulen arbeiten wollen und gute Rahmenbedingungen für ihre Arbeit vorfinden.
  • Die Unterstützung durch Schulsozialarbeiter muss bedarfsgerecht angeboten und gesichert werden. Wegen der zunehmenden gesundheitlichen Probleme unter Schülern und Schülerinnen soll der Einsatz von Schulgesundheitsfachkräften an geeigneter Stelle erfolgen.
  • Unsere Kinder nehmen in den Soester Grundschulen am Offenen Ganztag Wir wollen das Angebot ausbauen durch mehr Fachpersonal in der OGGS und eine größerer Flexibilität in der Betreuung (am frühen Morgen, nach 16 Uhr und in den Ferien).
  • Eine vernetzte Zusammenarbeit von allgemeinbildenden Schulen, berufsbildenden Schulen, Förderschulen, Jugend- und Gesundheitshilfe sowie der Fachhochschule wird mit Nachdruck unterstützt.
  • Schulen werden bei der sinnvollen Beschulung von geflüchteten Kindern und Jugendlichen unterstützt. Es braucht Konzepte, die integrativ und unterstützend wirken.

Bildungsangebote

  • Kinder und Jugendliche müssen sinnvolle und bildende Freizeitangebote Sie brauchen Ansprechpartner*innen und Orientierungshilfen, die sie dabei unterstützen, ihre Individualität zu entdecken und entfalten zu können. Jeder darf gerne anders sein!
  • Bildungsangebote u.a. in Schulen und in der VHS müssen Konzepte realisieren, die die Hinführung von geflüchteten Jugendlichen zu einem passenden schulischen oder beruflichen Werdegang vorbereiten und diesen begleiten.
  • Die Förderung des ehrenamtlichen Engagements im Bildungsbereich ist uns ein Anliegen. Seniorinnen und Senioren sind eine bedeutende Ressource für unsere Stadt. Das Wissen und die Kompetenzen der älteren Bevölkerung sind besonders im Bereich der Bildung, auch der beruflichen Bildung, ein willkommener Wert, den es durch die Förderung des bürgerschaftlichen Engagements zu unterstützen gilt.
  • Die Stadt Soest führt alle Neubauten und Sanierungen so aus, dass Wege und Gebäude barrierefrei sind, so dass alle Menschen an den Bildungsangeboten in der Stadt Soest teilhaben können. Sie berät Investoren bei der barrierefreien Realisierung ihrer Vorhaben. Der in 2020 beschlossenen Aktionsplan Inklusion ist zügig umzusetzen.
  • Medienkompetenz ist eine Schlüsselkompetenz für Kinder und Jugendliche. Das Vermitteln und Erlernen von Medienkompetenz muss insgesamt eine zentrale Bedeutung - nicht nur in der Schule - bekommen. Der in 2019 beschlossene Medienentwicklungsplan muss schnellstmöglich umgesetzt werden, denn neben dem Präsenzunterricht wird es zukünftig mehr digitalen Unterricht z.B. auch als Homeschooling geben. Hier müssen jedes Kind und alle Jugendlichen den gleichen Zugang zu PC oder Tablet haben.
  • In einer Welt, die von tiefgreifenden Veränderungen in allen Lebensbereichen geprägt ist, ist Bildung mehr denn je eine Voraussetzung, um das eigene Leben verantwortlich gestalten zu können. Hier hat die Weiterbildung eine zunehmend wichtigere Rolle. Durch die zunehmende Digitalisierung sind immer mehr Lebensbereiche – vor allem die Arbeitswelt – einem rasanten Wandel unterworfen. Wir GRÜNEN setzen uns dafür ein, dass die Stadt Soest als „digitale Modellkommune“ die Fort- und Weiterbildungsangebote der eigenen Einrichtungen wie VHS, Stadtbücherei und Museen weiterentwickelt und mit den Angeboten anderer Anbieter wie Fachhochschule, IHK, Handwerkskammer etc. stärker vernetzt und nutzergerecht aufbereitet. Das geplante Projekt “DiLAS - Digitales Leben und Arbeiten in Soest” wird von den GRÜNEN in Soest intensiv unterstützt.

Wenn Sie Anregungen und weitergehende Ideen zu diesem Programmteil haben, wir sind als GRÜNE offen für Ihre Vorschläge per Email an zukunft@gruene-soest.de

Soest bewegen – Eine Stadt für Alle - Soest Inklusiv

Ziel GRÜNER Sozialpolitik ist, dass in Soest alle Menschen ihre Chancen zur Entfaltung ihrer Fähigkeiten bekommen sollen, Kinder willkommen sind und Menschen im Alter oder mit Behinderungen mitten unter uns selbstbestimmt leben können.

Wir fordern und fördern eine barrierefreie Stadt Soest. Damit meinen wir auch barrierefrei und inklusiv in den Köpfen. Wir wollen eine politische Kultur der Solidarität, in der Respekt, Toleranz und Hilfe sowie das Engagement für die Schwachen in der Gesellschaft selbstverständlich sind.

Unser Ziel ist die Stärkung des solidarischen Zusammenlebens in der Eigeninitiative, Kreativität und Selbstbestimmung der Bürgerinnen und Bürger im Mittelpunkt stehen. Hierfür gilt es, die nötige Infrastruktur in den Stadtteilen weiter zu schaffen und kleine tragfähige soziale Netze aufzubauen. Neben der Bereitstellung und Sicherung von preiswertem Wohnraum, insbesondere für Familien und Senioren*innen mit geringen Renten, ist es uns wichtig, dass sich die Infrastrukturen der Stadtteile an Jung und Alt orientieren. Hier sehen wir eine wichtige ressortübergreifende Zukunftsaufgabe sowohl für die Sozial- als auch für die Stadt- und Verkehrsplanung.

Wir GRÜNEN in Soest wollen…

  • dass es in jedem neuen Baugebiet in Soest einen 25%tigen Anteil von öffentlich gefördertem Wohnraum / von der Stadt Soest gefördertem preiswerten Wohnraum gibt.
  • dass ein ökologisch orientierter Mietspiegel Vermietern einen Anreiz zur Wohnungssanierung auch für Hartz4-Empfänger bietet.
  • dass eine Stärkung der „Fachstelle Wohnen“ bei der Stadt Soest zur Vermeidung von Obdachlosigkeit und der Vermittlung von Wohnraum für Menschen in besonderen Lebenslagen beiträgt.
  • dass die Stadt Soest Barrierefreiheit nicht nur bei der Gestaltung von Straßen und Plätzen mitdenkt, sondern auch jede Satzung, jede Initiative und Dienstleistung inklusiv denkt.
  • dass bei einer fortschreitenden Digitalisierung von Dienstleistungen der Stadt Soest als Verwaltung und als Schulträger die Wirkung gerade bei Menschen mit wenig Einkommen überprüft wird und bei Bedarf hier entgegenwirkt.
  • dass fehlende Mobilität nicht zum Armutsrisiko wird. Öffentliche Verkehrsmittel sind gerade für Schülerinnen, Schüler, Auszubildende und Praktikant*innen, für 1€ pro Tag NRW-weit anzubieten. Die Stadt Soest wird im Aufsichtsrat der RLG und im Zweckverband aktiv.
  • dass die Volkshochschule in ihren Angeboten inklusiv wird.
  • dass die Stadt Soest mit einer Überprüfung von Arbeitsplatzbeschreibungen dafür sorgt, dass es mit einfachen Arbeitsplätzen auch Möglichkeiten der Beschäftigung für Menschen mit Behinderung gibt.
  • dass die Stadt Soest mit der Einstellung von Menschen mit Migrationshintergrund für eine Stärkung der interkulturellen Kompetenz sorgt.
  • dass die Stadt Soest bestehende soziale Initiativen proaktiv durch ihre Ehrenamtsbeauftragte unterstützt. Eine demokratische Zivilgesellschaft lebt vom sozialen Engagement der Bürger*innen. Es gibt in Soest bereits eine gut ausgebaute ehrenamtliche Infrastruktur. Sie zeigt sich z.B. bei Projekten wie dem „Runden Tisch Flüchtlinge“, dem Projekt „Latschen und Tratschen“ und bei der spezifischen Zusammenarbeit von Kitas und Schulen mit Seniorenheimen.
  • das Engagement von aktiven Senior*innen unterstützen, das unverzichtbar für ein soziales Miteinander in Soest ist. Dabei soll das Ehrenamt nicht städtische Aufgaben ersetzen, sondern es geht um ein Miteinander von Stadt und Ehrenamt zum Vorteil aller Bürger*innen in Soest.
  • dass die Stadt Soest Räume zum Verweilen in der Innenstadt mit Bänken, Bäumen und Spielmöglichkeiten mitdenkt, die einfach nur Platz zum Leben bieten. Hier sollten gerade Kindern und Jugendlichen in der Altstadt Orte angeboten werden, die unkompliziert Platz für Begegnung bieten.
  • dass eine Begegnungsstätte in Kooperation mit dem Perthes-Werk in Soest etabliert wird, in der sich Menschen mit und ohne Behinderung treffen können.
  • dass ein Familienbüro eingerichtet wird. Es soll niederschwellige Angebote und Serviceleistungen aus den Bereichen Betreuungsmöglichkeiten, Kinder- und Jugendförderung, Freizeitangebote und Jugendschutz anbieten und ist damit eine zentrale Anlaufstelle für alle Fragen und Anregungen rund um den Bereich Kinder, Jugend und Familie. Das Familienbüro sollte auch als Interessenvertretung für Kinder, Jugendliche und ihre Familien auftreten und bei der Umsetzung von Ideen und Projekten unterstützen. Schutzkonzepte vor allem zur Vorbeugung von sexualisierter Gewalt müssen in allen Einrichtungen der Stadt Soest gelebt werden.

Wenn Sie uns mit Ihren Ideen und Anregungen weiterhelfen wollen - mailen Sie uns unter zukunft@gruene-soest.de.

Soest bewegen - für Gesundheit und Sport

Körperliche Gesundheit steigert die Leistungsbereitschaft und die Zufriedenheit der Menschen. Die Rahmenbedingungen dazu können wir in Soest im Positiven verändern. Dazu ist es wichtig, auf die Lebensbedürfnisse und mögliche gesundheitliche Belastungen der Soester Bevölkerung zu achten. Damit Krankheiten, die sich z.B. aus Umweltbelastungen, falscher Ernährung, fehlender Bewegung, Rauchen oder Alkoholkonsum ergeben, erst gar nicht entstehen, wollen wir mit einem ganzheitlichen Ansatz präventiv die Gesundheit in Soest fördern.

Unsere Vision für Soest ist eine Gesundheitsvorsorge der Zukunft. Die Bürger*innen in Soest werden mit Körper, Seele und Geist wahrgenommen und es ist ein Umfeld geschaffen, das zur Erhaltung der Gesundheit und Heilung beiträgt. Dank medizinischer Fortschritte, einer gesünderen Lebensführung, einer gesünderen Ernährung und vielfältigeren Sportangeboten werden die Menschen in Soest älter denn je und bleiben länger gesund. Auch der Pflegenotstand konnte vermieden werden. Es ist gelungen, den Pflegeberuf deutlich attraktiver zu machen und wohnortnahe und ambulante Konzepte zu realisieren. Auch die stationäre Versorgung erfüllt alle Kennzeichen einer „guten Pflege“, bei der alle Patienten*Innen sowie deren Angehörige zufrieden sind.

Konkret haben wir folgende Ideen, die wir in den kommenden Jahren für und in Soest umsetzen möchten.

Wir GRÜNEN wollen …

  • uns für ein leistungsstarkes Klinikum für alle Patient*innen einsetzen, in dem alle medizinisch relevanten Bereiche, insbesondere die Geburtenstation, die Kinderstation und die Geriatrie dauerhaft den Bürgerinnen und Bürgern in Soest erhalten bleiben. Für das städtische Klinikum hat die Stadt Soest besondere Verantwortung. Dabei fühlen wir uns verpflichtet, attraktive Arbeitsbedingungen zu bieten, die zur Freude am Beruf beitragen und vor gefährlicher Überbelastung schützen.
  • den digitalen Wandel der Medizin und ärztliche Betreuung begleiten und zum Beispiel Projekte wie „Telemedizin“ unterstützen. Die Sicherung der wohnortnahen ärztlichen Versorgung wird einer der großen Herausforderungen der nächsten Jahre. Bürger*innen der Soester Ortsteile, die nicht von einem Hausarzt besucht werden, können so bedarfsgerecht versorgt werden.
  • dass alle Soester Bürger*innen bis ins hohe Alter selbstbestimmt wohnen können und im Bedarfsfall im Alltag oder im Falle eines Krankenhausaufenthaltes dauerhafte Assistenz in der Kommunikation, Ernährung und Körperpflege erhalten. Hier fordern wir im Hinblick auf die UN-Behindertenrechtskonvention den vorrangigen Ausbau von ambulanten Wohn- und Pflegeformen und bei einem Klinikaufenthalt eine selbstbestimmte persönliche Assistenz.
  • uns dafür einsetzen, dass bisher nur freiwillig stattfindende Praktika in der Behindertenhilfe innerhalb der Ausbildung zur Krankenschwester/ Krankenpfleger ein fester Bestandteil dieser Ausbildung werden. Eine „Gemeindeschwester“, die bei Bedarf ins Haus kommt und die es früher zur ambulanten Versorgung/Nachsorge gab, soll modellhaft geprüft werden.
  • uns dem Problem der wachsenden Zahl demenzkranker, älterer Menschen stellen. Wir setzen uns dafür ein, dass der Bereich der Geriatrie um ein Demenz-Kompetenzzentrum in Zusammenarbeit mit der Caritas und der Diakonie erweitert wird. Die Realisierung eines Demenzdorfes nach dem Vorbild der holländischen Pflegeeinrichtung „De Hogeweyk“ muss Eingang finden in die Überlegungen der Stadtentwicklung. Demenzkranke Menschen können in dem von uns geforderten Demenzdorf ein weitestgehend normales Leben führen und in Würde älter werden.
  • dass alle Soester Kindergärten, Schulen und auf das Stadtgebiet verteilte zentral zugängliche Stellen in Soest mit Defibrillatoren ausgestattet werden. Selbst ein Viertel aller Kinder haben Herzrhythmusstörungen und ein Defibrillator ist häufig das einzig wirksame Mittel, um das Leben der betroffenen Person zu retten.
  • uns dafür einsetzen, dass die Auswirkungen des Klimawandels stärker berücksichtigt werden. Wegen des Klimawandels und immer häufiger auftretenden Hitzewellen ist es auch in Soest notwendig, dass die Stadt im Rahmen der städtischen Daseinsvorsorge darauf reagiert. In Zusammenarbeit mit den Stadtwerken möchten wir das Angebot der kostenfreien Trinkwasserbrunnen gut sichtbar für alle Soester und Soesterinnen an zentralen Punkten in Soest erweitern und uns für den Erhalt und Neupflanzung schattenspendender Bäume einsetzen. Mit einer innovativen Verkehrspolitik setzen wir uns für eine bessere Luftreinhaltung und Lärmminderung ein, denn stark verkehrsbelastete Straßen greifen auch das Herz-Kreislauf-System an.
  • eine gestaffelte Umstellung der Speisepläne des Soester Klinikums, der Soester Schulen, Kindertagesstätten und Verwaltungen auf regionale Bio-Produkte sowie die Initiierung eines regionalen Wochenmarktes in den Abendstunden, welcher der arbeitenden Bevölkerung Lust auf regionales Obst und Gemüse macht. Fehlernährung und Übergewicht, aber auch das verstärkte Auftreten multiresistenter Keime durch den massiven Arzneimittel-Einsatz in der Massentierhaltung bedrohen zunehmend die Gesundheit der Menschen. Die Entscheidung für eine bessere, nachhaltigere Ernährung ist einer der wichtigsten Wege, wie Menschen ihre Gesundheit stärken aber auch zum Schutz der Umwelt beitragen können.
  • dass das Klinikum Stadt Soest als Aufenthaltsort für Menschen, die gesund werden wollen, eine besondere Verantwortung und eine Vorbildfunktion erfüllt. Daher ist es uns wichtig, dass sich Patienten*innen, Besucher*Innen und Mitarbeiter*Innen nicht durch den Zigarettenqualm im stark frequentierten Eingangsbereich gestört fühlen. Wir setzen uns für den Bau eines Raucher-Pavillons auf dem Parkgelände des Klinikums Soest ein.
  • genügend Naherholungsflächen mit Sitz-, Bewegungs- und kreativen Spielmöglichkeiten zur Steigerung der Bewegung und geistigen Fähigkeiten für jedes Alter bereitstellen. Bewegung, Spiel und Sport bieten wichtige Möglichkeiten zur Stabilisierung oder Verbesserung der körperlichen und seelischen Gesundheit. Sportliches Miteinander vermittelt Toleranz und Fairness, verbindet Kulturen und hilft, soziale Gegensätze zu überwinden. Junge und ältere Menschen begegnen sich, lernen voneinander und schließen Freundschaften.
  • das vielfältige sportliche Angebot in Soest pflegen und die unterschiedlichen Begabungen bei Kindern, Jugendlichen, Erwachsenen und auch Senioren mit breit angelegten Sportmöglichkeiten sowie in gut ausgestatteten Sportstätten erhalten und weiter ausbauen. So ist es uns wichtig, die Vereine bei der Pflege und Erhaltung der Sportplätze zu unterstützen, beispielsweise durch das Anlegen von unterirdischen Zisternen, um für die Bewässerung Regenwasser zu speichern, insbesondere im Hinblick auf den Klimawandel mit den sehr trockenen und heißen Wetterlagen der letzten Jahre. Das bestehende Mitternachts-Sport-Angebot möchten wir weiter ausbauen. Wir wollen Begegnungs-Events fördern, bei denen Spiel, Sport und Spaß im Mittelpunkt stehen, Vereine sich präsentieren und Fahrrad-Parcours, Ferienspiele mit Bewegung, verschiedene Sportarten ausprobiert werden können.
  • dass die Stadt Soest über eine zentrale Sportkoordinationsstelle für eine optimale Auslastung der Sportstätten Sorge trägt und dabei die Ehrenamtlichkeit in den Vereinen unterstützt.

Gerne möchten wir auch Sie, die Bürger*innen der Stadt Soest animieren, uns Ihre Ideen mitzuteilen. Bitte mailen Sie uns an zukunft@gruene-soest.de.

Soest bewegen - für Kunst und Kultur 

Kultur schafft Identifikation, Offenheit, Toleranz und Kreativität. Sie macht unsere Stadt bunter, schöner und lebenswerter. Alle sind eingeladen, Kultur nicht nur zu erleben, sondern auch aktiv selbst zu gestalten.

Kulturelle Bildung stärkt die Fähigkeiten der*des Einzelnen, die Perspektive zu wechseln, andere zu verstehen, Probleme gemeinsam zu lösen. Unsere facettenreiche Kulturlandschaft in Soest prägt ganz wesentlich die Attraktivität der Stadt Soest.

Die GRÜNE Vision einer Kulturstadt Soest ist eine Freiheit von Kunst und Kultur, in der alles möglich ist und diese Freiheit von den Institutionen nicht nur hingenommen wird, sondern in ihrer Vielfältigkeit gefördert wird.

Die Entscheidungen der Stadt Soest im Bereich von Kunst und Kultur sind Entscheidungen darüber, wie wir leben und an welchen Werten wir uns orientieren wollen. Für uns GRÜNE stehen dabei Anerkennung der Vielfalt, Schutz der Menschenrechte, Förderung von Nachhaltigkeit, sowie der Ermöglichung von gesellschaftlicher Teilhabe und Mitgestaltung im Zentrum.

Konkret haben wir GRÜNE folgende Ideen, die wir in den kommenden Jahren für und in Soest umsetzen wollen.

Wir GRÜNEN in Soest wollen ….

  • das kulturelle Erbe in Soest in seiner Vielfalt bewahren, gestalten und vermitteln Dazu gehören die Museen und die Gedenkstätten, die Skulpturen im öffentlichen Raum, die städtische Architektur und ihr Erscheinungsbild, sowie die öffentlichen Plätze, aber auch die Künstler*innen, die in Soest gelebt und gewirkt haben wie z.B. der Maler Wilhelm Morgner oder auch der Philosoph Hugo Kükelhaus.
  • die Zusammenarbeit von Vereinen und städtischen Einrichtungen zum Thema Erinnerungskultur weiterentwickeln und regionale Zusammenhänge herstellen. Beispielhaft sind hier die Stolpersteine und der jüdische Friedhof, die in einen Zusammenhang mit schulischer Bildungsarbeit gebracht werden sollen.
  • mit der NS-Gedenkstätte Französische Kapelle nicht nur die Geschichte der Kaserne Bem Adam, dem Oflag VI a (Kriegsgefangenenlager für Offiziere in Soest) darstellen, sondern auch das dort auch mitgeplante Museum für Zeitgeschichte in Soest als ein weiteren Baustein unterstützen. Das dort gewollte internationale Bildungsangebot für Kinder und Jugendliche aus Frankreich und Belgien wird von den GRÜNEN begrüßt.
  • Aktionen/Aktivitäten initiieren und Institutionen unterstützen, die Kinder und Jugendliche für das Kulturleben begeistern, ihnen Gestaltungsräume anbieten und Erfolgserlebnisse vermitteln. Dabei richten wir ein besonderes Augenmerk auf den Erhalt und die Förderung von Musikschule und Malschule. Der Aufbau einer Jugendkunstschule ist im Sinne der Erweiterung der bisherigen Angebote ist zu prüfen.
  • die (ehrenamtlichen) Theatermacher*innen in Soest unterstützen und die Stadt Soest auffordern, ihnen organisatorische Unterstützung anzubieten.
  • Sorge tragen, dass die Künstlerhäuser am Teinenkamp in Soest und in der Kaserne Graf York dauerhaft gesichert sind.
  • das Kulturhaus Schlachthof als Ort von Kunst- und Kulturprojekten auch für Kinder und Jugendliche weiterentwickeln. Dort könnte im Rahmen eines Jugendforum ein spezielles Kulturkonzept entstehen.
  • die Service- und Unterstützungsleistungen für das Kulturleben in Soest des Kulturbüros im Kulturhaus Alter Schlachthof erhalten und erweitern.
  • das Format SoestART unabhängig von der Wirtschaftsförderung der Stadt Soest weiterentwickeln.
  • jedem Menschen in Soest die Teilhabe an Kultur ermöglichen. Die Eintrittspreise, die Öffnungszeiten und die Erreichbarkeit mit dem ÖPNV ist darauf auszurichten. Es sind zielgruppenspezifische Angebote zu entwickeln. Die Initiative der Kulturpforte, Menschen mit geringem Einkommen den Zugang zu Kulturveranstaltungen zu ermöglichen, wird von uns GRÜNEN unterstützt.
  • die Entwicklung kultureller Lebensqualität in den Ortsteilen nachhaltig unterstützen. Unter anderem durch finanzielle und ideelle Unterstützung von kulturellen Initiativen in den Dörfern der Stadt Soest.
  • Netzwerke und Kooperationen fördern und ausbauen z.B. lokal durch jährliche Kulturkonferenzen und regional durch die Beteiligung an einer notwendigen Kulturentwicklungsplanung im Kreis Soest.

Gerne möchten wir die Bürger*innen animieren, uns Ihre Ideen dazu mitzuteilen. Bitte mailen Sie an zukunft@gruene-soest.de.

Unsere Kandidaten:

01

Anne Richter

Wahlbezirk 2 Aldegrevergymnasium

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02

Jutta Maybaum

Wahlbezirk 1 Bergenthalpark

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03

Karin Liedmann

Wahlbezirk 4 Blindenschule

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04

Christian Eckhoff

Wahlbezirk 3 Petrischule

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05

Verena Bense

Wahlbezirk 8 Sekundarschule

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06

Norbert Hurtig

Wahlbezirk 11 Kindergarten Mullewap

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07

Wanda Adrienne Niermann

Wahlbezirk 16 Hotel Gellermann

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08

Werner Liedmann

Wahlbezirk 9 Stadthalle

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09

Birgit Davidian

Wahlbezirk 10 Klinikum

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10

Tim Neumann

Wahlbezirk 6 Wiesenschule

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11

Andrea Klose-Kremp

Wahlbezirk 5 Kindergarten Teinenkamp

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12

Josef Schäfermeier

Wahlbezirk 7 Stadtbücherei

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13

Ursula Stöhr-Schmidt

Wahlbezirk 15 Gemeindehaus St.Bruno

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14

Jürgen Klug

Wahlbezirk 18 Ostönnen,Enkesen, Hattrop, Röllingsen, Meiningsen

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15

Annette von dem Bottlenberg

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16

Christoph Kremp

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17

Susanne Mettin-Supe

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18

Erwin Denninghaus

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19

Dr.Judith Tornau-Opitz

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20

Dr.Hildegard Bur am Orde-Opitz

Wahlbezirk 17 Deiringsen, Hiddingse, Lendringsen, Müllingsen, Bergede

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21

Ulrike Burkert

Wahlbezirk 13 Hannah-Arendt-Gesamtschule

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22

Dr.Hermann Buschmeyer

Wahlbezirk 14 Kindergarten Gotlandweg/ Johannesgrundschule

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