Leitlinien zur künftigen schulischen Entwicklung in Soest

Angesichts der aktuellen Diskussion um die Weiterentwicklung der Soester (Grund)Schulen hat die Fraktion Bündnis90/Die  Grünen ein umfassendes Diskussionspapier erstellt.

Die Vorschläge im Einzelnen:

  • Die Stadt Soest sucht den Kontakt mit den Gemeinden Bad Sassendorf, Welver, Möhnesee und Ense und erörtert mit ihnen die Errichtung eines Schulzweckverbandes. Der Rat der Stadt Soest fasst hierzu vorbereitend einen Grundsatzbeschluss. Ziel ist es, die Möglichkeiten einer gemeinsamen Schulpolitik auszuloten.
  • Sofern in jeweils einer Nachbarkommune ausreichende Schülerzahlen vorliegen (mindestens zwei Züge), besteht die Bereitschaft, dort einen Außenstandort einer Soester Sekundarschule einzurichten. Dabei sollten Soester Schülerinnen und Schüler nicht gegen ihren Willen in einer anderen Gemeinde beschult werden. Für einen weiteren Besuch der Sekundarstufe II stehen ihnen die Soester Gymnasien, die Hannah-Arendt-Gesamtschule sowie die beiden Berufskollegs des Kreises in Soest zur Verfügung. Die Oberstufe der Hannah-Arendt-Gesamtschule ist mit einer künftigen Vierzügigkeit auf Kooperationen mit künftigen Sekundarschulen im Kreis Soest vorzubereiten.
  • Die Hauptschule am Schulzentrum wird zum Schuljahr 2014/2015 geschlos­sen, Sie wird bereits ab dem Schuljahr 2013/2014 in die Räumlichkeiten der Pauli-Hauptschule wechseln. Alle Schülerinnen und Schüler, die sich mit ihrer Anmeldung an der Hauptschule am Schulzentrum für eine Halbtagsbeschulung entschieden haben, können diese bis zum Abschluss ihrer Schullaufbahn weiterführen.
  • Spätestens zum Schuljahr 2014/2015 wird eine Sekundarschule mit einem gebundenen Ganztagsuntericht errichtet. Sie soll aus der Hansa-Realschule, der Pauli-Hauptschule und Bruno-Grundschule entstehen.  In einem Schulversuch soll die Integration einer Grundschule in die künftige Sekundarschule ein längeres gemeinsames Lernen möglich machen. In dieser Schulkonstellation wird es mit der Patrokli-Grundschule nur noch eine katholische Bekenntnisgrundschule in Soest geben.
  • Die Georgs-Grundschule und die Patrokli-Grundschule haben mit Schreiben vom 25.Juni 2010   die räumliche Trennung ihrer Grundschulen beantragt. Dieser Antrag wird von der Fraktion Bündnis90/Die Grünen unterstützt.  Der Umzug der Georg-Grundschule an den alten Standort der Hauptschule im Schulzentrum wird für das Schuljahr 2013/2014 angestrebt. Ziel dieses Umzuges ist auch eine Entlastung der Petri-Grundschule und langfristig eine dann auch mögliche Kooperation mit der Hellweg-Grundschule in Ampen.
  • Mit den gewonnenen räumlichen Möglichkeiten an den Soester Grundschulen ergeben sich Chancen zur Verwirklichung und Umsetzung der Idee des „Vernetzten Bildungshauses“.
  • Denjenigen Schülerinnen und Schülern, die in der Innenstadt weiter unterrichtet werden wollen, ist ein weiterer Schulbesuch an der Patrokli-Grundschule zu ermöglichen. Eine vorübergehende Dreizügigkeit wird toleriert. Eine dauerhafte Dreizügigkeit der Patrokli-Grundschule kann zu einer Verschiebung im Anmeldeverfahren zu Lasten der Grundschulen im Soester Süden und Soester Norden führen und wird deshalb abgelehnt.
  • Sobald die Genehmigungspraxis des Schulministeriums des Landes NRW es zulässt, wird seitens der Stadt Soest ein ent­sprechendes Verfahren mit dem Ziel in Gang gesetzt, der Johannes-Grundschule den gebundenen Ganztagsunterricht zu ermöglichen.
  • Dem Votum des Workshops zum Soester Süden folgend, erhält die Astrid-­Lindgren-Grundschule eine Bestandsgarantie unter dem Vorbehalt ausreichender Schülerzahlen.
  • Die Soester Gymnasien und die Hannah-Arendt-Gesamtschule entwickeln ihre Oberstufen weiter, um sich für mögliche, neue zu gründende  Sekundarschulen in den Gemeinden im Kreis Soest als dauerhafter Kooperationspartner zur Verfügung stellen zu können
  • Infolge des demographischen Wandels, der sich in rückläufigen Schülerzahlen in der Stadt Soest zeigt, wird die Verwaltung beauftragt, den Gebäudebestand im Schulbereich dem Bedarf anzupassen. Die Verwaltung wird beauftragt, das Schulgebäude der Thomä-Hauptschule zu veräußern. Für die Turnhalle der ehemaligen Thomä-Hauptschule ist im Rahmen des Sportstättenbedarfsplans zu prüfen, ob ein dauerhafter Erhalt sinnvoll ist.

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