GRÜNE wollen Erhalt beider Grundschulen im Soester Süden

Kooperationen sollen Vernetzung von Elementar- und Primarbereich mit Gesamtschule ermöglichen – Darüber hinaus Gemeinschaftsschule für Soest gefordert

Die Soester GRÜNEN setzen sich für den Erhalt beider Grundschulen im Soester Süden ein. Kern des schulpolitischen Vorschlags: Der Kindergarten Bunte Welt soll in der Astrid-Lindgren-Grundschule eine neue Heimat finden und durch die räumliche Nähe eine Kooperation von Elementarbereich und Primarbereich möglich machen. Alle weiteren Räume der Astrid-Lindgren-Schule sollen für ergänzende Angebote – auch zur Kooperation und zum Austausch mit der Gesamtschule – genutzt werden, um eine Vernetzung der Grundschule mit der weiterführenden Schule zu ermöglichen.

Aus Sicht der GRÜNEN könnte mit dieser Vernetzung der Soester Süden als „Bildungszentrum“ massiv gestärkt werden. Tim Neumann, schulpolitischer Sprecher der GRÜNEN: „Eine solche Vernetzung von offenen Ganztagsangeboten – auch mit dem Kindergarten Bunte Welt – würde es ermöglichen, Schülerinnen und Schüler auf ihrem Bildungsweg durchgängig optimal zu begleiten und zu fördern. So können wir die Übergänge vom Kindergarten bis zur Sekundarstufe II optimal gestalten.“ Aus Sicht der GRÜNEN kann und wird eine solche Kooperation im Soester Süden Vorbild für die gesamte Schullandschaft in Soest sein.

Darüber hinaus fordern die GRÜNEN eine Gemeinschaftsschule für Soest, um die Qualität des Schulstandortes Soest weiterzuentwickeln und der Nachfrage gerecht zu werden. Die diesjährigen Anmeldezahlen für die Hannah-Arendt-Gesamtschule zeigen deutlich, dass Eltern für ihre Kinder Alternativen zu dem verkürzten Ausbildungsgang (G8) nachfragen. Rund 100 Schülerinnen und Schüler – dies entspricht 4 Eingangsklassen! – konnten an der Hannah-Arendt-Gesamtschule in diesem Jahr nicht aufgenommen werden. Dieser Nachfrage kann mit der Einrichtung einer Gemeinschaftsschule begegnet werden.

Die Soester Gemeinschaftsschule soll aus einer Kooperation von Soester Schulen entstehen. Hier sei vor allem eine Kooperation zwischen Pauli-Hauptschule und Hansa-Realschule denkbar und sinnvoll. So könnte vor allem die neue Mensa an der Pauli-Hauptschule genutzt werden, in die 1,1 Millionen Euro investiert worden sind.

Eine Soester Gemeinschaftsschule würde den Schülerinnen und Schülern die Chance bieten, ihren gewünschten Ausbildungsgang nach ihrem individuellen Leistungsstand im gemeinsamen längeren Lernen anzutreten. Nach Meinung der GRÜNEN stärkt Soest hiermit weiterhin den Schulstandort und ermöglicht auch den Schülerinnen und Schülern der Umlandgemeinden ein erweitertes attraktives Schulangebot.

Dabei sehen die GRÜNEN die Zukunft des Soester Schulstandortes auch in der Stärkung der Sekun-darstufe II: Mit drei Gymnasien, zwei Berufskollegs, der Gesamtschule und der zukünftigen Gemeinschaftsschule wird Soest für lange Zeit in der Lage sein, die Schulnachfrage der umliegenden Gemeinden für die Sekundarstufe II zu bedienen und eine große Anzahl von Schülern erfolgreich zum Abitur zu führen.

Soest befinde sich hierbei in einer komfortablen Ausgangssituation: Durch die Stärkung bestehender Schulstrukturen und einer zukunftsorientierten Weiterentwicklung des Schulstandortes kann Soest die nachfragenden Umlandgemeinden bedienen, zuströmende Schülerinnen und Schüler aufnehmen und ein differenziertes Schulangebot stärken. Durch die Optimierung von bestehendem Schulraum gelänge dies unter minimalen Kosten.

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