Stadtentwicklung & Verkehr

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Für eine nachhaltige und sozialverträgliche Stadtentwicklung gelten für uns GRÜNE folgende  Grundsätze:

  • Eine nachhaltige Stadtentwicklung setzt auf eine vernetzte Sichtweise und behält kulturelle Aspekte und Sozialverträglichkeit mit im Blick.
  • Die soziale Entwicklung der Stadt Soest hat entscheidenden Einfluss auf die Nachhaltigkeit, die wir im Bereich der Stadtentwicklung anstreben.
  • Die Grundlagen der Stadtentwicklung, wie wir sie verstehen, orientieren sich am Leitbild einer alten- und behindertengerechten Stadt Soest. Bei allen städtebaulichen Entwicklungen ist auf die Veränderung der Alterspyramide und die Anforderungen an barrierefreies Bauen (DIN 18024) zu achten.
  • Die besonderen Interessen, die Frauen, Kinder und Jugendliche an der städtebaulichen Entwicklung der Stadt Soest haben, stehen bei den GRÜNEN im Vordergrund der kommunalpolitischen Arbeit. Bei der Ermittlung der Bedürfnisse und Vorstellungen dieser Bevölkerungsgruppen wollen wir neue Wege gehen – und sie aktiv an der Entwicklung von Ideen beteiligen.

Mit den Förderprogrammen „Stadtumbau West“ und der „Sozialen Stadt“ hat die Stadt Soest die Möglichkeit, die Siedlungen der 50ziger und 60ziger Jahre ökologisch und sozial umzubauen. Die GRÜNEN werden die laufende Bestandsaufnahmen Landesentwicklungsgesellschaft LEG im Soester Süden konstruktiv begleiten. Insbesondere im innenstadtnahen Bereich gilt es preiswerten Wohnraum zu erhalten und das Wohnumfeld insbesondere für Familien mit Kindern zielgruppengerecht zu gestalten.

Trotz allem genügen diese bisherigen Aktivitäten nicht, um den Bedürfnissen des Soester Südens gerecht zu werden – wo viele Familien mit Kindern leben, der Anteil der Bevölkerung mit Migrationshintergrund relativ hoch ist, und wo es eine hohe Konzentration an sozialem Wohnungsbau gibt. Hier sind weitere intensive Integrationskonzepte gefragt.

Der Gedanken des ökologischen Bauens und Wohnens soll Eingang in alle städtebaulichen Entwicklungen der Stadt Soest finden.  Bündnis90/Die Grünen stehen für den Grundgedanken einer flächenschonenden Bebauung.

Hierzu gehört, dass Baulücken in der Innenstadt geschlossen werden müssen und  alte Siedlungsflächen neu genutzt werden – wie z.B. die BEM-ADAM- und die Kanaal-van-Wessem-Kaserne oder die freien Flächen im Bahnhofsbereich. Für weitere neue Baugebiete am Stadtrand besteht aus unserer Sicht kein Bedarf.

Die ehemaligen Bahn-Flächen im Soester Norden werden jetzt für Handel, Gewerbe und Wohnen neu genutzt. Die Wohngebiete im Soester Norden sind mit einer Unterführung im Bahnhofsbereich an die Innenstadt angebunden.

Selbst wenn sich das Prinzip der Innenentwicklung durchsetzen sollte, müssen wir damit rechnen, dass Begehrlichkeiten groß sind, die radialen Grün- bzw. Frischluftschneisen für Bautätigkeiten in Anspruch zu nehmen. Diese Gebiete, in denen Kaltluft entsteht, dienen nicht nur der Lufthygiene, sondern erhöhen auch die Wohn- und Aufenthaltsqualität in den Wohngebieten selbst. Wir GRÜNE stehen für den Bestandsschutz und die Weiterentwicklung der Grünradialen, die darüber hinaus attraktive Fuß- und Radverbindungen zur Innenstadt aufnehmen können.