Kinder und Jugendliche

jugend_REN8345Eine Stadt für Kinder – Lebensräume schaffen

Immer mehr Eltern und Alleinerziehende müssen sich mit veränderten Lebenslagen, zunehmenden finanziellen Belastungen, einem schwierigen Berufsalltag oder auch Suchtproblemen auseinandersetzen. Extreme Belastungen für Familien, die zu Desorientierung und Erziehungsproblemen führen können. Sozial unsichere Lebenssituationen bergen vor allem für Kinder unschätzbare Risiken. Wir wollen ein umfangreiches Jugendhilfeangebot in Soest: Die Jugendhilfe des Allgemeinen Sozialen Dienstes und der freien Träger der Jugendhilfe müssen durch weitere überregionale Angebote unterstützt werden.

Das Kommunalwahlprogramm 2014-2010 der  Soester Grüne hat sich einiges vorgenommen:

Wir wollen Kulturpädagogische Projekte für Kinder stärken. Ein Familienbüro – als zentrale niedrigschwellige Anlaufstelle für Kinder, Jugendliche und Familien einrichten. Projekte zur Gewaltprävention / gegen Cybermobbing und sexualisierte Gewalt verwirklichen
Statt „Abhängen“ in der Innenstadt:  Neue Location für Jugendliche im Alter von 13 – 15 Jahren suchen. Das Angebot des „Mitternachtssports“ wollen wir stärken und besser bewerben. Sucht- und gewaltpräventiven Projekte werden von uns unterstützt und sollen im Auftrag des Jugendamtes von freien Trägern umgesetzt werden.  Sie sind Bestandteil eines Konzeptes der offenen bzw. aufsuchenden Jugendarbeit und Schulsozialarbeit. Die erfolgreiche Jugenddisco der Jugendkirche soll um ein ähnliches   Angebot   3-4 mal im Jahr im Kulturhaus Alter Schlachthof ergänzt werden.

Das Jugendamt tritt immer häufiger in seiner Wächterfunktion in den Vordergrund – ein ständiger Spagat zwischen Kontrolle und Hilfe, der ein Konzept mit verschiedenen Vorgehensweisen erfordert: Wir setzen uns für eine verstärkte Vernetzung von Jugendhilfe und Schule ein, um die Hilfen in den Lebensalltag der Kinder und Jugendlichen zurückzuführen: Hilfe muss in der Schule stattfinden. Kinder- und Jugendarbeit müssen die veränderte Tagesstruktur und das Freizeitverhalten berücksichtigen und die Kinder und Jugendlichen auch in der Schule aufsuchen.

Wir GRÜNE in Soest fordern die Entwicklung von weiterführenden Qualitätsstandards zum Kinderschutz. „Prävention vor Intervention“ die Familien frühzeitige Hilfsangebote anbieten, zu einer geradlinigen Entwicklungsmöglichkeiten der von Kindern und Jugendlichen beitragen und die Vielzahl kostspieliger Interventionsmaßnahmen verringern. Dafür müssen wir neue qualitative Standards entwickeln – gemeinsam mit allen Akteuren der Jugendhilfe (Kindergärten, Kindertagesstätten, Jugendeinrichtungen) und den Schulen, hier gesteuert vom Bereich Jugend der Stadt Soest. Die Entwicklung eines umfassenden Konzeptes zum Kindesschutz fordert umfangreiche Kenntnisse über die Bedürfnisse von Kindern, Jugendlichen und ihrer Eltern sowie deren Lebenswirklichkeit. Die Abstimmung zwischen den verschiedenen Trägern soll diese Kenntnisse zusammentragen und Zielaussagen zu einer vernetzten Jugendhilfe formulieren. Die daraus entstehenden Qualitätsstandards dienen der Transparenz und Orientierung der Bürger und bieten Sicherheit im Umgang mit Hilfen.