Eine Stadthalle für Alle

Grüne Fraktionsmitglieder und Stadthallen-vertreter diskutierten über mehr Barrierefreiheit.

Obwohl erst 22 Jahre alt und eines der jüngeren Gebäude in Soest, stellten sowohl Ferdinand Griewel von der Wirtschaftsförderung als auch Vertreter der Grünen, Werner Liedmann, Annette von dem Bottlenberg und Frank Gerdes in einer gemeinsamen Begehung fest, dass die Stadthalle Soest in Punkto Technik und Barrierefreiheit für behinderte Menschen nicht mehr den aktuellen Anforderungen entspricht. Unterstützt durch Brigitte Piepenbreier von der BAKS und Klaus Düser von der Zentralen Grundstückswirtschaft ZGW, wurden viele Möglichkeiten der Verbesserung in konstruktiver Atmosphäre erörtert.

Frank Gerdes, sachkundiger Bürger im Sozialausschuß schlug z.B. die Anschaffung einer Ringschleifenanlage für schwerhörige Menschen im Saalbereich vor, damit diese bei Veranstaltungen besser verstehen können. Weiter sollten die Taster im Fahrstuhl für Menschen mit Sehbehinderung besser erkennbar sein. Beidseitige Handläufe an Treppen und eine deutliche Erkennbarkeit von Stufen waren Vorschläge für mehr Barrierefreiheit im Treppenhaus. Die Teilnehmer konnten während der interessanten Besichtigung durch Simulationsbrillen neu erfahren, wie sehbehinderte Menschen Hinweisschilder oder selbst den Eingang in der Eingangsfront nur schwer erkennen können.

 

Auch hier ab es den Hinweis an die Veranstalter, Schilder anders zu platzieren oder besser hervorzuheben. Problematisch zeigte sich insbesondere der Eingangsbereich mit den vorhandenen fünf Drehtüren im Restaurant und im Eingangsbereich der Stadthalle, die für Rollstuhlfahrer oder andere Gehbehinderte eine erhebliche Hürde darstellen.

Für mehr Barrierefreiheit im Internetauftritt warb Werner Liedmann, z.B sollte die Reservierung von speziellen Plätzen für Rollifahrer leichter möglich sein.

Überraschenderweise zeigte das Behinderten-WC in der Stadthalle mehrere Mängel auf, die im Vorfeld nicht erwartet wurden. Eine fehlende Notrufklingel soll kurzfristig ergänzt werden.

Brigitte Piepenbreier kritisierte insbesondere, dass die  Behindertenparkplätze zu weit von den Eingängen entfernt und die Stadthalle selbst nur über lange Rampen erreichbar sind. Heutige Rampen haben steigungsfreie Passagen, die eine Pause für Rolli-Fahrer ermöglichen. Hier lasse sich aber derzeit wenig ändern, so  Klaus Düser von der ZGW, die Mitarbeiter der Stadthalle wollen aber bei Bedarf Hilfe leisten. Künftig soll die Telefonnummer der Stadthalle für eine Assistenzanforderung direkt am Behindertenparkplatz der Stadthalle stehen.

Axel Bröckling von der Wirtschaftsförderung hofft, einige der Anregungen kurzfristig umsetzen zu können.

Ziel bleibt, so Frank Gerdes von den Grünen, dass behinderte Menschen möglichst selbstständig die Angebote der Stadthalle und des Restaurants  „Am Kattenturm“ nutzen können.

 

Frank Gerdes

Annette von dem Bottlenberg

Werner Liedmann

Als Gast Brigitte  Piepenbreier BAKS

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