Eltern müssen draußen bleiben

Kein Sitz für Stadtschulpflegschaft im Ausschuss

SOEST – Elternmitwirkung bei Schulthemen in der Stadt? Ja klar. Ein Sitz für die Stadtschulpflegschaft im Schulausschuss? Bloß nicht. So lässt sich das Ergebnis der Diskussion im Schulausschuss am Donnerstagabend über einen gemeinsamen Antrag von SPD und Grünen zusammenfassen.

Zwar warben nicht nur Vertreter dieser beiden Fraktionen dafür, den Schulausschuss um einen Vertreter  der Stadtschulpflegschaft mit beratender Funktion zu erweitern, am Ende folgte die Mehrheit aber der Vorlage der Verwaltung, die davon nichts wissen wollte.  Die Argumentationslinien beider Seiten waren klar: Die Befürworter eines Stadtschulpflegschaftssitzes im Schulausschuss verwiesen auf Klagen von Eltern aus der jüngeren Vergangenheit, dass sie bei wichtigen Entscheidungen zur Schulpolitik nicht genügend oder zu spät einbezogen worden seien. Für Anne Richter (Grüne) war klar, dass vor diesem Hintergrund eine Mitgliedschaft von Elternvertretern im Schulausschuss ein wichtiger und richtiger Schritt wäre. „Eine Ablehnung wäre ein Schlag ins Gesicht der Eltern“, warnte sie.

Das sah Waltraut Trick (CDU) ganz anders. „Wenn die Stadtschulpflegschaft sich zu Themen im Schulausschuss  melden und äußern will, hat da noch nie jemand was dagegen gehabt“, wendete sie sich gegen eine Vergrößerung des Ausschusses. Die lehnte auch die Verwaltung in ihrem Beschlussvorschlag ab, der schließlich angenommen wurde: Die Stadtschulpflegschaft sei keine demokratisch legitimierte Vertretung der Eltern in der Stadt, weil nicht alle Schulen in ihr vertreten seien. Das war nur eines der Argumente der Verwaltung. Es könne problematisch werden, geeignete Räumlichkeiten für die Ausschusssitzungen zu finden, war ein anderes.

Und schließlich: Wenn die Eltern einen Sitz im Schulausschuss erhielten, müssten ja auch Schulleiter und Schüler Vertreter entsenden dürfen.

kim Soester Anzeiger

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