Die Grünen sagen NEIN zum Bebauungsplan „Altes Freibad“

Entschließungsantrag der Grünen Fraktion zum Naturschutz erfolgreich

Auf einen Widerspruch in der Ratsvorlage wies gleich zu Beginn der Diskussion der Fraktionsvorsitzende der GRÜNEN Fraktion, Werner Liedmann,  hin. Die Untere Denkmalbehörde bestand hier im Gegensatz zur Oberen Denkmalbehörde in Münster auf einer Formulierung, mit der die Liegewiese, die drei Brücken und das südliche Schwimmerbecken mit in die Denkmalliste auf zu nehmen sei.  Damit wäre das gesamte Verfahren hinfällig, so Liedmann.

Abgelehnt wurde ein Antrag der SPD, die Fläche parallel zum Londonring aus dem bebaubaren Gebiet herauszunehmen. Vom Soestbach bis Ende dieses Stücks wird eine drei Meter hohe Lärmschutzwand direkt neben der Straße errichtet. Das gesamte Gebiet bedürfe einer städtebaulichen Entwicklung, befand Ingo Dietscheidt, die CDU-Fraktion unterstütze daher die Vermarktung des Geländes.

Einig aber waren sich die Politiker in ihrem Missmut über das Vorhaben der Denkmalbehörde, das gesamte Areal unter Denkmalschutz stellen zu wollen. Der Denkmalschutz habe in Soest angesichts der vielen hundert Denkmäler in der Stadt einen hohen Stellenwert. Durch die vielen Menschen völlig unverständliche Idee, das Freibad komplett zu schützen, werde dem Denkmalschutz jetzt ein Bärendienst erwiesen.

Hingegen aber sprach sich der Rat einstimmig für die Annahme des GRÜNEN Antrages aus,  in dem  der Rat sich für eine umfassende Renaturierung des Soestbachs an dieser Stelle ausspricht und so den Vorzug gegenüber dem Denkmalschutz gibt.  Bau-Chef Olaf Steinbicker betonte, es sei noch gar nicht klar, ob tatsächlich alle Freibadeinrichtungen erhalten bleiben müssten

Mit 23 Ja-, 16-Nein-Stimmen und  3 Enthaltungen ist  der Bebauungsplan 1333 B Altes Freibad, von einer Ratsmehrheit. von  CDU, BG und FDP  angenommen worden.

Verwandte Artikel

Kommentar verfassen

Artikel kommentieren


* Pflichtfeld